Das Unicode-Konsortium, das den weltweiten Standard für Emojis festlegt, hat die nächste Generation an Symbolen vorgestellt. Mit der kommenden Unicode-Version wird die Auswahl auf Smartphones erneut größer. Neben einigen völlig neuen Motiven finden sich auch Emojis, die auf den ersten Blick erstaunlich bekannt aussehen.
Für Gesprächsstoff sorgt vor allem die Essiggurke. Wer jetzt glaubt, eine Gurke gebe es doch längst, liegt nur halb richtig. Mit Unicode 18.0 erhält die Essiggurke ein eigenes Emoji. Dadurch bleibt die Gurke auf allen Plattformen eine Gurke, während die Essiggurke ihren eigenen Platz im Emoji-Katalog bekommt. Die eingelegte Gurke hat zudem eine zweite Bedeutung: Die englische Redewendung „to be in a pickle“ beschreibt eine verzwickte oder schwierige Situation. Das Emoji eignet sich daher auch, um auszudrücken, dass man gerade in der Klemme steckt.
Das Emoji für alle, die nur noch lächeln
Nicht nur die Essiggurke erhält einen eigenen Platz. Auch der Monarchfalter wird künftig als eigenes Emoji verfügbar sein und soll laut Unicode für Widerstandskraft, Ausdauer und generationsübergreifendes Erbe stehen. Der Meteor steht laut Unicode für jene Momente, in denen alles aus den Fugen gerät. Als Beispiele nennt das Konsortium einen eskalierenden Streit oder den sprichwörtlichen Weltuntergang.
Ergänzt wird die Auswahl durch einen Leuchtturm als Symbol für Orientierung in schwierigen Zeiten, einen Kescher, der das Einfangen von Ideen, Chancen oder Daten ausdrücken kann, sowie einen Radiergummi, mit dem sich Fehler oder ein Neuanfang bildlich darstellen lassen.
Für die meiste Aufmerksamkeit dürfte allerdings das lächelnde Gesicht mit feinen Rissen sorgen. Nach Angaben von Unicode beschreibt es den Gegensatz zwischen dem Bild, das Menschen nach außen vermitteln, und ihren tatsächlichen Gefühlen. Es steht für den Moment, in dem die perfekte Fassade erste Risse bekommt, das Lächeln aber noch bleibt.
Bis die neuen Emojis in WhatsApp, iMessage und anderen Messengern genutzt werden können, wird es noch dauern. Zunächst müssen die Hersteller ihre Betriebssysteme aktualisieren. Auf den meisten Smartphones dürften die neuen Symbole daher erst 2027 erscheinen.

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