Die Welt von J.R.R. Tolkien sorgt erneut für Gesprächsstoff. Dieses Mal geht es nicht um die Abenteuer in Mittelerde, sondern um die Frage, welchen Einfluss aktuelle Debatten über Diversität auf die Umsetzung eines bekannten Werkes haben sollen.
Für Gesprächsstoff sorgt dabei die Besetzung von „Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum“. Kritiker verweisen darauf, dass die bislang bekannten Darsteller des Films ausschließlich weiß sind. Im BBC-Interview wurde Andy Serkis, der bei dem Projekt Regie führt und erneut als Gollum zu sehen sein wird, auf diese Kritik angesprochen.
Serkis machte deutlich, dass er die Rollen nicht nach politischen Vorgaben vergeben wolle. „Ich glaube nicht, dass wir eine politisch korrekte Version des Films drehen werden, bei der die Besetzung nur um der Besetzung willen erfolgt und man lediglich Kästchen abhakt“, sagte der Schauspieler. Für ihn solle bei der Auswahl der Darsteller die Geschichte im Mittelpunkt stehen.

Tolkiens Welt als Maßstab
Serkis verwies zudem auf die besonderen Wurzeln von Tolkiens Universum. Mittelerde sei stark von nordischer Mythologie geprägt. Gleichzeitig räumte er ein, dass die bisherigen „Herr der Ringe“-Filme wegen ihrer geringen Vielfalt kritisiert worden seien. Mit Blick auf das Auenland, die Heimat der Hobbits, sagte Serkis, diese Gesellschaft wirke „sehr, sehr weiß“. Die Bewohner würden sich wenig dafür interessieren, was außerhalb ihrer eigenen Grenzen geschehe. Die Kritik an dieser Darstellung sei bekannt, müsse aber im Kontext der von Tolkien geschaffenen Welt gesehen werden.
„Der Herr der Ringe: Die Jagd nach Gollum“ soll die Geschichte der bekannten Figur Gollum näher beleuchten und zeitlich zwischen „Der Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ spielen. Andy Serkis übernimmt erneut die Rolle des Gollum und führt Regie. Der Kinostart ist für Dezember 2027 geplant.

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