Der 81-jährige Extrembergsteiger schilderte, dass ihn vor allem die Entwicklung nach der Übergabe seines Vermögens an seine Kinder schwer getroffen habe.

Bereits vor einigen Jahren hatte Messner große Teile seines Besitzes an seine Kinder übertragen. Dazu zählen unter anderem Immobilien, Bergbauernhöfe sowie Schloss Juval mit dem Messner Mountain Museum. Rückblickend sieht der Südtiroler diesen Schritt heute kritisch. „Ich war so naiv, dass ich gedacht habe, ich gebe mit warmen Händen“, sagte er in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“.

Für Messner sei es schmerzhaft, dass er sich zunehmend aus seinem eigenen Lebenswerk verdrängt fühle. Auch seine Ehefrau Diane sei von den Spannungen innerhalb der Familie betroffen.

Reinhold und Diane Messner bei der 77. Bambi-Verleihung 2025.
Reinhold und Diane Messner bei der 77. Bambi-Verleihung 2025.

Streit um Erbe belastet Familie

Gemeinsam mit Ehefrau Diane sprach Messner in „Frühstück bei mir“ ungewöhnlich offen über die familiären Konflikte. Dabei fand der 81-Jährige deutliche Worte. „Ich wurde entsorgt“, erklärte Messner im Interview. Auch seine Ehefrau werde zunehmend ausgegrenzt. „Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen“, sagte der Extrembergsteiger. Zudem sei es nach der Vermögensaufteilung immer häufiger zu Diskussionen darüber gekommen, wer welchen Anteil erhalten habe.

Besonders getroffen zeigt sich Messner davon, dass seine Lebensleistung aus seiner Sicht zunehmend in den Hintergrund gerät. Der Südtiroler gilt als einer der bedeutendsten Bergsteiger der Gegenwart und schrieb Alpingeschichte, als er 1978 gemeinsam mit Peter Habeler den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg. Später erreichte er als erster Mensch alle 14 Achttausender. „Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig. Dabei wäre nichts möglich gewesen, ohne meine Arbeit und mein Knowhow“, sagte Messner.