Zwischen avantgardistischen Ideen und spektakulären Verwandlungen entstand ein Abend, der die Grenzen klassischer Couture bewusst auslotete.
Die Gala gilt als eines der wichtigsten Schaulaufen der internationalen Modewelt und wird häufig als „roter Teppich der Mode“ beschrieben. Renommierte Modehäuser und aufstrebende Newcomer präsentieren hier ihre kunstvollen Kreationen. Gleichzeitig verfolgt die Veranstaltung einen klaren Zweck: Sie dient der Finanzierung des Costume Institute des Metropolitan Museum of Art und wird von VOGUE-Chefin Anna Wintour organisiert.
Kunst mit Augenzwinkern
Auffällig war ein klarer Trend zu skulpturalen Looks mit büstenartigen Korsetts und an Statuen angelehnten Elementen.

Gleichzeitig prägten körperbetonte, teils freizügige Silhouetten das Bild und unterstrichen den Anspruch, Mode als ausdrucksstarke Kunstform zu inszenieren.

Heidi Klum erschien als Marmorskulptur und setzte ganz auf Inszenierung. Ihr Auftritt erinnerte an ihre aufwendig gestalteten Halloweenkostüme.

Auch Bad Bunny zeigte sich verwandelt und trat als alter Mann auf, wodurch Mode zur Rolle wurde.

Katy Perry wählte einen futuristischen Ansatz und kombinierte ihr Outfit mit einer Maske, was eine kühle, futuristische Ästhetik erzeugte. Madonna setzte auf dramatische Wirkung. Ihr Look greift Leonora Carringtons Bild „Temptation of Saint Anthony“ auf, indem er wie dieses mit surrealer Ästhetik, religiösen Symbolen und dem Thema Versuchung spielt.


Schlichtheit sorgt für Aufsehen
Für Diskussionen sorgte Lauren Sánchez Bezos, die als Ehrenvorsitzende in einem vergleichsweise zurückhaltenden Look erschien, der vom Gemälde „Madame X“ von John Singer Sargent inspiriert war und bei einem sonst für opulente Inszenierungen bekannten Event besonders auffiel und im Netz für Debatten sorgte.


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