In der neuesten Folge des Podcasts „Mind Games“ rechnet der bekannte TV-Moderator und Entertainer Alfons Haider mit der Genderideologie ab.
„Diese neue Political Correctness geht mir furchtbar auf die Nerven“, gibt der langjährige Opernball-Moderator zu. Als konkrete Beispiele nennt Haider: „Diese zig Gender-Begriffe. Wie jemand sich fühlt“. Er habe Respekt und habe als Schwuler auch mitgekämpft, dass „Menschen frei werden und sich frei entscheiden dürfen“. Doch dass es „jetzt irgendwie 30 Gender-Bezeichnungen“ gebe, „wo sich keiner mehr auskennt“, bereitet dem Schauspieler Bauchschmerzen. Die Gendertheorie „überlastet die Normalbevölkerung“. Dann sagt Haider: „Wir werden überfordert mit solchen Sachen – und nicht nur Gender.“
„Es ist eine Bewegung nach hinten“
Darauf fragt der Moderator des Podcasts: „Was sprichst du neben dem Gendern noch an?“. Darauf erzählt der Entertainer, dass es vor früher selbstverständlich war und keine Debatte auslöste, dass weiße Schauspieler für etwa Afrikaner-Rollen schwarz angemalt wurden. „Am Theater hat man Afrikaner Jahrtausende immer so dargestellt, dass ein Schauspieler schwarz angemalt wurde“, sagt er. Man habe Menschen verändert, um einen anderen Kontinent darzustellen. „Jetzt gehst du ja fast ins Gefängnis, wenn du jemanden als Schwarzen anmalst“, stellt Haider fest.
Seine Konklusion: „Das sind Übertreibungen, die einfach nicht gut sind. Es ist, meiner Meinung nach, auch eine Bewegung nach hinten“.
Alles wird heute „Kastl-mässig eingeordnet“
LGBTQI-Personen verlangen, dass in ihrem Reisepass nicht mehr „Herr Müller oder Frau Müller“ stehe, sondern „transgender oder genderfluid“. Haider dazu: „Das ist so eine Katalogisierung. Es hat ja bisher auch funktioniert, dass Menschen miteinander auskommen. Wenn alles so Kastl-mässig eingeordnet werden muss, ist das furchtbar. Ich glaube nicht, dass das hilfreich ist“.
Haider kritisiert Parallelkulturen
Gender-Debatten interessieren Haider wenig – ihm geht es um Lohngleichheit für Frauen. Oder dass sich ausländische Staatsbürger besser integrieren und nicht in Parallelkulturen bleiben. Hier sieht der Moderator ein Versäumnis auf beiden Seiten: Einerseits haben die Österreicher, seiner Meinung nach, die Ausländer nicht wirklich in die heimische Kultur aufgenommen. Andererseits merkt Haider, dass viele Migranten „gar kein Interesse“ an der österreichischen Kultur haben.
„Es ist mehr Berufung als Beruf“
Über seine Berufsspate sagt Haider, der neuerdings auch Buchautor ist: „Es ist ein beinharter Beruf. Es ist mehr Berufung als Beruf“. Er widerspricht damit dem Klischee, dass TV-Moderatoren, Entertainer oder Schauspieler ein bequemes Leben führen – mit Ausschlafen bis zehn Uhr, Champagner zum Frühstück, Friseur-Termin, Probe, Abend-Auftritt.

Kommentare
Lädt Kommentare...