George Clooney, der im US-Bundesstaat Kentucky geboren wurde, lebt mit seiner Ehefrau Amal (48), einer libanesisch-britischen Menschenrechtsanwältin, und den achtjährigen Zwillingen Ella und Alexander auf einem Bauernhof in Südfrankreich. Berichten zufolge kauften sie das Anwesen zwischen Saint-Tropez und Aix-en-Provence im Sommer 2021. „Ich hatte Bedenken, unsere Kinder in L.A. in der Kultur Hollywoods großzuziehen”, sagte der Schauspieler im vergangenen Oktober dem Magazin „Esquire”. Seine Kinder sollten nicht „herumlaufen und sich Sorgen über Paparazzi machen müssen”. Im Dezember wurde bekannt, dass nun alle Familienmitglieder die französische Staatsbürgerschaft besitzen.

„Sexiest Man Alive" – und bald wieder im Kino

Am Rande der New Yorker Gala plauderte Clooney auch über die lang geplante „Ocean’s“-Fortsetzung. Sie hätten nun Besetzung, Regie und Drehbuch zusammen, in neun Monaten könne der Dreh losgehen, verriet der „Danny Ocean“-Darsteller. Unter der Regie von Steven Soderbergh spielte er von 2001 bis 2007 schon drei Mal den charmanten Meisterdieb einer Ganovenbande mit Brad Pitt, Matt Damon und Don Cheadle.

Mit der Hit-Serie Emergency Room – Die Notaufnahme, in der er in den 1990er-Jahren als sexy Kinderarzt Dr. Doug Ross in einem fiktiven Chicagoer Krankenhaus durchstartete, wurde er bekannt. Der Ruf als Hollywood-Charmeur hing ihm lange an. Gleich zweimal kürte ihn das US-Magazin People zum „Sexiest Man Alive”: 1997, als Clooney noch als „ER”-Arzt verführte, und 2006, als er die ersten grauen Haare bekam.

Peinlicher Auftritt als Batman

Zunächst versuchte sich Clooney auf der Leinwand in schrägen Komödien wie Return to Horror High oder Die Rückkehr der Killertomaten, dann spielte er an der Seite von Quentin Tarantino in dem Kult-Horrorfilm From Dusk Till Dawn (1996) ein kriminelles Bruderpaar. Einer seiner peinlichsten Filmauftritte folgte 1997 als Bruce Wayne in „Batman & Robin”. Als Batman trug er einen Gummianzug mit falschen Brustwarzen. „Ich bin schrecklich darin, und es ist ein schlechter Film“, erzählte Clooney im vergangenen Dezember im Interview mit dem Branchenblatt Variety.

Höhenflug in Hollywood

Danach wurde er bei Rollenangeboten wählerischer. Unter der Regie von David O. Russell drehte er die Kriegssatire „Three Kings”. Die Coen-Brüder besetzten ihn in der Südstaaten-Odyssee „O Brother, Where Art Thou?” als entflohenen Sträfling, und Wolfgang Petersen gab ihm die Rolle des Schiffskapitäns der Andrea Gail in dem Katastrophenfilm „Der Sturm”. Für Regisseur Alfonso Cuarón hob er in „Gravity” an der Seite von Sandra Bullock als Astronaut ins Weltall ab.

Eitelkeiten hat der Schauspieler abgelegt. Seinen bisher einzigen Oscar als bester Nebendarsteller gewann er in der Rolle eines CIA-Agenten mit Bart und Bauch: Für den Polit-Thriller „Syriana” (2006) nahm er 15 Kilogramm zu und ließ den Haaransatz zurücksetzen.

Preisgekröntes Multitalent

Als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent und Darsteller war George Clooney insgesamt acht Mal für einen Oscar nominiert. Seine zweite Trophäe gewann er 2013 als Mitproduzent des Politdramas „Argo” zusammen mit Ben Affleck und seinem Firmenpartner Grant Heslov. Als Regisseur hat er neun abendfüllende Spielfilme gedreht, die bei der Kritik gut ankamen, darunter das Politdrama „Ides of March” (2011) und der Schwarz-Weiß-Film „Good Night, and Good Luck” (2005) über die Kommunistenhatz in den 1950er-Jahren.

Als Schauspieler brillierte er zuletzt in der Tragikomödie „Suburbicon“ in der Rolle eines alternden Hollywood-Stars, der zunehmend an sich selbst zweifelt, sich allein fühlt und ein schwieriges Verhältnis zu seinen Töchtern hat. „Außer dem Beruf habe ich mit meiner Rollenfigur nichts gemeinsam”, betonte Clooney beim Kinostart im vorigen Dezember im dpa-Interview. „Das ist weit entfernt von meiner Person.“ Solche Probleme habe er nicht. „Meine Familie mag mich – zumindest im Moment – immer noch“, sagte er und grinste.