Für viele Filmemacher ist Künstliche Intelligenz ein Grund zur Sorge. George Lucas sieht das anders. Im Interview mit dem Filmmagazin A Rabbit’s Foot sagte der 82-Jährige, es sei zwecklos, sich gegen den Einsatz von KI in der Filmbranche zu stemmen. Die Technologie werde das Filmemachen “deutlich einfacher” machen.

Den Widerstand gegen KI vergleicht Lucas mit den Anfängen des Automobils. Damals hätten viele noch auf Pferd und Kutsche gesetzt und vor den Nachteilen des Autos gewarnt. Dennoch habe sich die neue Technik durchgesetzt. „Das ist Fortschritt. Das ist die Zukunft“, sagte der Regisseur.

Kritik an Studios und Fokusgruppen

Neben dem Thema Künstliche Intelligenz sprach Lucas auch über den Einfluss von Fokusgruppen auf Hollywood-Produktionen. Rückmeldungen aus dem Publikum seien grundsätzlich hilfreich. Wenn Zuschauer eine Figur nicht mögen, wolle er als Filmemacher wissen, woran das liege. Das Problem beginne jedoch dort, wo die Studios aus diesem Feedback die falschen Schlüsse zögen.

Nach Ansicht des 82-Jährigen räumen viele Studios Fokusgruppen und Fans inzwischen zu viel Einfluss ein. Statt Rückmeldungen als Orientierung zu nutzen, ließen sie das Publikum immer stärker über den Film mitentscheiden. Für Lucas entsteht ein guter Film nicht durch Umfragen, sondern durch jemanden, der sein Handwerk versteht, eine Geschichte erzählen will und mit Leidenschaft dahintersteht.