Der aktuelle Pachtvertrag für das Anwesen läuft noch bis zum 30. Oktober 2026. Die Residenz muss danach an das Crown Estate zurückgegeben werden. Grundlage für die mögliche Auszahlung ist ein Vertrag, den Andrew bereits im Jahr 2003 mit dem Crown Estate abgeschlossen hatte. Damals erhielt er einen 75-jährigen Pachtvertrag für die „Royal Lodge“ in Windsor. Dafür zahlte er eine Einmalzahlung von einer Million Pfund und verpflichtete sich, rund 7,5 Millionen Pfund in die Sanierung des historischen Anwesens zu investieren.

Bonusregelung bei vorzeitigem Auszug

Im Gegenzug profitierte Andrew von besonders günstigen Konditionen. Er musste lediglich eine sogenannte „Peppercorn Rent“ bezahlen – eine symbolische Miete in kaum nennenswerter Höhe.

Zusätzlich wurde eine Ausstiegsklausel vereinbart. Diese sieht vor, dass er bei einer vorzeitigen Rückgabe der Immobilie einen Teil seiner Investitionen zurückerhalten kann. Laut dem Bericht könnte ihm deshalb nun eine Zahlung zwischen 301.967 und 488.342 Pfund zustehen.

Absturz nach der Epstein-Affäre

Prinz Andrew geriet durch seine Verbindungen zu Jeffrey Epstein massiv unter Druck. Infolge der Affäre verlor er seine öffentlichen Aufgaben innerhalb der Königsfamilie und zog sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück.

Anfang 2026 verließ der 66-Jährige schließlich die „Royal Lodge“ und übersiedelte auf ein Anwesen in Sandringham in der Grafschaft Norfolk. Der Bericht enthält zudem weitere brisante Details. So sollen Andrews Töchter, Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie, über viele Jahre hinweg in königlichen Residenzen gewohnt haben, ohne selbst Miete zu bezahlen. Demnach lebten die beiden Schwestern seit 2008 zeitweise mietfrei im St. James’s Palace. Eugenie zog später in das Ivy Cottage auf dem Gelände des Kensington Palace.

Kosten aus Privatvermögen des Königs

Die Wohnkosten sollen laut Bericht aus dem sogenannten Privy Purse finanziert worden sein – dem privaten Vermögen von König Charles III.. Die neuen Enthüllungen dürften die Debatte über Privilegien und finanzielle Sonderregelungen innerhalb der britischen Königsfamilie erneut anheizen.