Auf der Plattform X machte Perry ihrem Ärger Luft.

„Ich habe dem nicht zugestimmt, ich wurde nicht gefragt, und ich billige das absolut nicht“, schrieb die 41-Jährige. Ihre Musik sei dafür geschaffen worden, Menschen zu verbinden und Hoffnung zu vermitteln – nicht, um Krieg oder militärische Gewalt zu untermalen, so der Kurier.

Video zeigt Explosionen

Der umstrittene Clip wurde über den offiziellen TikTok-Account des Weißen Hauses veröffentlicht. Zu sehen sind Aufnahmen von Explosionen und Militärschlägen, begleitet von einer Passage aus Perrys Hit „Firework“.

Dazu veröffentlichte das Weiße Haus die Botschaft: „Der Iran ist gewarnt worden.“

Für Katy Perry steht die Verwendung ihres Liedes im klaren Widerspruch zu dessen ursprünglicher Bedeutung. Nach eigenen Angaben schrieb sie „Firework“ als Hymne für Hoffnung, Heilung und innere Stärke – insbesondere für Menschen, die schwierige Lebensphasen durchstehen. Die Verbindung des Songs mit militärischen Angriffen bezeichnete sie deshalb als einen „völligen Verrat“ an dessen Botschaft.

Nicht der erste Streit um Musik

Es ist nicht das erste Mal, dass das Weiße Haus wegen der Verwendung bekannter Popsongs in sozialen Medien in die Kritik gerät.

Bereits im vergangenen Dezember sorgte ein Video über die Festnahme von Migranten für Diskussionen. Damals wurde ein Song von Sabrina Carpenter verwendet. Die Sängerin reagierte ebenfalls verärgert und bezeichnete den Clip als „bösartig und widerwärtig“.

Der aktuelle Fall zeigt erneut, wie sensibel viele Musiker reagieren, wenn ihre Werke ohne Zustimmung in politischen oder militärischen Zusammenhängen eingesetzt werden. Auch wenn die rechtliche Zulässigkeit solcher Nutzungen von den jeweiligen Lizenzen abhängt, betonen Künstler immer wieder, dass sie nicht mit Botschaften in Verbindung gebracht werden möchten, die ihren eigenen Überzeugungen widersprechen.