Denn kaum ist das Revival gestartet, steht nicht der Humor im Mittelpunkt, sondern eine hitzige Debatte: Hat Hollywood jetzt auch diese Kultserie „woke“ gemacht?
Neue Figur spaltet die Fans
Auslöser der Aufregung ist eine neue Figur im Familienkosmos: Kelly, das sechste Kind der Eltern. Kelly wird als nicht-binär dargestellt und verwendet „they/them“-Pronomen. Auch die Besetzung folgt diesem Ansatz: Die Rolle wird von einer nicht-binären Person gespielt.

Was für die einen als zeitgemäße Darstellung gefeiert wird, sehen andere deutlich kritischer. In sozialen Netzwerken überschlagen sich Stimmen, die dem Reboot vorwerfen, sich zu sehr an aktuellen Ideologien zu orientieren, statt am ursprünglichen Humor der Serie.
Besonders für Diskussionen sorgt die Hintergrundgeschichte der Figur. Kelly beschreibt die eigene Wahrnehmung bereits im Kindesalter: „Ich war etwa fünf, als ich begann, mich falsch zu fühlen.“ Themen, die früher keine Rolle spielten, rücken nun stark in den Vordergrund.
Vom Familienchaos zur Botschaft?
„Malcolm mittendrin“ war einst bekannt für seinen anarchischen Humor, absurde Situationen und eine Familie, die ständig am Rande des Wahnsinns stand. Das Reboot hingegen setzt spürbar andere Akzente. Neben dem gewohnten Chaos fließen nun gesellschaftliche Themen ein, die klar Position beziehen. Für viele Fans stellt sich deshalb die Frage: Ist das noch die Serie von früher, oder bereits ein völlig neues Konzept mit alter Marke?
Trotz der Kontroverse bleibt das Interesse enorm: Mit 8,1 Millionen Streams in nur drei Tagen wurde das Revival laut Variety zum erfolgreichsten Staffelstart des Jahres 2026 auf Disney+ und Hulu.

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