Im Rahmen der World Dog Show 2026 in Bologna übergab der Welthundeverband FCI die Organisation der nächsten Welthundeausstellung offiziell an den ÖKV. Damit steht fest: Tulln wird 2027 zum Treffpunkt der internationalen Hundeszene. Die World Dog Show gilt als eine der bedeutendsten kynologischen Veranstaltungen weltweit. Tausende Aussteller, Züchter, Richter und Hundeliebhaber aus aller Welt reisen jedes Jahr zu diesem Ereignis an.

Mehr als nur eine Ausstellung

Für den ÖKV ist die Veranstaltung weit mehr als ein Wettbewerb schöner Hunde. Präsident Philipp Ita betont den Charakter der World Dog Show als internationales Forum für Austausch, Freundschaft und verantwortungsvolle Hundezucht. Im Mittelpunkt stehen Gesundheit, Wesen und Funktionalität der Hunderassen. Gleichzeitig lebt die Veranstaltung von der besonderen Atmosphäre, in der Menschen aus unterschiedlichen Ländern ihre Leidenschaft für Hunde teilen.

Österreichs lange kynologische Tradition

Dass Österreich erneut Gastgeber wird, hat auch historische Gründe. Der ÖKV wurde bereits 1909 gegründet und zählt zu den fünf Gründungsnationen des internationalen Hundeverbands FCI. Heute gehört die Fédération Cynologique Internationale 97 Mitgliedsländer an. Österreich nimmt innerhalb dieser Gemeinschaft seit jeher eine wichtige Rolle ein und hat mit Tiroler Bracke, Brandlbracke, Steirischer Rauhaarbracke, Alpenländischer Dachsbracke und Österreichischem Pinscher gleich mehrere weltweit anerkannte Hunderassen hervorgebracht.

Tulln wird zum Hotspot der Hundeszene

Die organisatorischen Vorbereitungen laufen bereits seit Monaten. Geleitet wird das Projekt von dem international erfahrenen Allround-Richter Peter F. Berchtold und einem breit aufgestellten Team des ÖKV. Erwartet werden mehr als 10.000 Hunde sowie Teilnehmer aus allen Kontinenten. Neben den klassischen Rassebewertungen stehen auch Wettbewerbe in Agility, Obedience und weiteren Disziplinen auf dem Programm. Für Tulln und die umliegende Region bedeutet die World Dog Show nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Impulse. Hotels, Gastronomie, Handel und Tourismusbetriebe rechnen mit tausenden zusätzlichen Gästen. Schon frühere Austragungen in Österreich – etwa in Innsbruck, Wien/Budapest oder Salzburg – zeigten die große internationale Strahlkraft der Veranstaltung.

Österreich macht sich bereit

Mit der Übernahme der Gastgeberrolle beginnt für den ÖKV nun die heiße Vorbereitungsphase. Die Verantwortlichen wollen die World Dog Show 2027 zu einem Fest der internationalen Hundegemeinschaft machen – mit spannenden Wettbewerben, fachlichem Austausch und unvergesslichen Begegnungen zwischen Mensch und Hund. Nach Bologna 2026 und vor Mexiko 2028 richtet sich der Blick der weltweiten Hundeszene nun auf Tulln.

ÖKV-Präsident Philipp Ita (rechts) und WDS2027-Projektleiter Peter F. Berchtold (links) bei der Fahnenübergabe.
ÖKV-Präsident Philipp Ita (rechts) und WDS2027-Projektleiter Peter F. Berchtold (links) bei der Fahnenübergabe.