Vor allem die Art, wie Lymphdrainage online gezeigt wird, treibt den Hype weiter an. Statt aufwendiger Behandlungen geht es meist um einfache Anwendungen für zu Hause. In vielen Videos sieht man kurze Routinen, etwa Gesichtsmassagen gegen ein Doppelkinn oder Tipps gegen ein geschwollenes Gesicht. Immer wieder tauchen dabei auch die sogenannten „Lymphatic Hops“ auf, also kleine Sprünge, die täglich gemacht werden sollen.

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Bei den „Lymphatic Hops“, die oft auch als „chinesisches Lymphatic Jumping“ bezeichnet werden, geht es nicht um eine komplizierte Technik. Im Grunde ist es eine einfache Kombination aus ruhigen, fließenden Bewegungen, wie man sie aus Qigong oder Tai-Chi kennt, ergänzt durch kleine Sprünge.

Durch die kleinen, wiederholten Bewegungen soll der Kreislauf in Schwung kommen und damit auch das Lymphsystem angeregt werden.

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Auch verschiedene Hilfsmittel tauchen immer öfter in den Videos auf. Viele verwenden zum Beispiel Bürsten fürs „Dry Brushing“ oder stellen sich für ein paar Minuten auf Vibrationsplatten. Die Idee ist, den Körper dabei leicht anzuregen.

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Was wirklich dahintersteckt

Hinter all den Videos und schnellen Tricks steckt aber eigentlich eine Methode, die es schon lange gibt. Lymphdrainage kommt aus der Medizin und soll das Lymphsystem unterstützen, also jenes System im Körper, das überschüssige Flüssigkeit und Abfallstoffe abtransportiert. Anders als das Herz arbeitet es nicht von selbst, sondern braucht Bewegung oder sanfte Reize von außen.

Heute wird das Ganze vor allem im Beauty- und Wellnessbereich genutzt. Viele hoffen auf ein frischeres Aussehen, klarere Konturen oder einfach ein besseres Körpergefühl. Trotzdem sollte man den Hype realistisch sehen. Lymphdrainage ist kein schneller Weg, um Gewicht zu verlieren, Fett wird dadurch nicht direkt abgebaut. Stattdessen kann es eher dazu kommen, dass durch die Entwässerung der Umfang etwas reduziert wirkt, die Effekte entstehen also indirekt.