Wie aus dem diesjährigen Finanzbericht des Sovereign Grant hervorgeht, soll der Palast nach Abschluss der Renovierung im kommenden Jahr ausschließlich für zeremonielle Zwecke genutzt werden – Staatsbankette, Botschafterempfänge und Ordensverleihungen. Ein tatsächlicher Wohnsitz wird er, anders als noch bei Queen Elizabeth II., nicht mehr sein. Charles und Königin Camilla wohnen schon lange im benachbarten Clarence House, das sie sich nach dem Tod von Queen Mum 2002 nach ihrem Geschmack einrichten ließen.

Budget der Royals schrumpft

Mit dem Ende der Bauarbeiten wird auch das Budget der Royals kleiner. Der Sovereign Grant – der staatliche Topf für die Ausgaben der Königsfamilie – soll in den kommenden fünf Jahren von zuletzt gut 132 Millionen Pfund auf 99,9 Millionen Pfund schrumpfen. Ein großer Teil davon fließt weiterhin in den Erhalt der royalen Immobilien. Im Buckingham-Palast behalten Charles und Camilla zwar private Räume, die ein künftiges Königspaar wieder bewohnen könnte – immerhin: Auch Touristen dürfen sich freuen, der Palast soll künftig noch stärker für Besucher geöffnet werden.

Charles legt erstmals private Steuern offen

Für eine Premiere sorgte der König in Sachen Transparenz: Als erster britischer Monarch legte Charles seine persönlichen Steuerzahlungen offen. Seit seinem Amtsantritt 2022 zahlte er mehr als 30 Millionen Pfund an Steuern. Zu seinen privaten Einkommensquellen zählen Investitionen, Einnahmen aus Anwesen wie Balmoral in Schottland sowie das Herzogtum Lancaster – ein privates Portfolio aus Landbesitz, Immobilien und Investitionen. Einkommens- und Kapitalertragssteuer zahlt Charles dabei freiwillig, festgelegt im Memorandum of Understanding on Royal Taxation 2023.