Auslöser der Kontroverse ist ein Bericht der deutschen Zeitung BILD. Demnach soll die FPÖ versucht haben, Heino als Stargast für ihr Jubiläumsfest zu engagieren. Laut dem Bericht habe der Sänger das Angebot jedoch ausgeschlagen.
Heino wurde dabei mit den Worten zitiert, er wolle grundsätzlich nicht für politische Parteien auftreten. Er wolle sich von keiner politischen Kraft vereinnahmen lassen und halte seine Konzerte für Menschen aller politischen Richtungen offen, berichtet oe24.
Roberto Blanco sprang ein
Nachdem ein Auftritt von Heino nicht zustande gekommen sein soll, trat schließlich Roberto Blanco bei der Veranstaltung auf.
Der Entertainer sorgte beim FPÖ-Fest für musikalische Unterhaltung und präsentierte unter anderem seinen bekannten Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“.
Die Freiheitliche Partei widerspricht der Berichterstattung jedoch vehement.
In einer Stellungnahme erklärte die Partei, dass zwar Gespräche mit mehreren Künstlern beziehungsweise deren Managements geführt worden seien, darunter auch mit dem Management von Heino. Dieses habe der FPÖ ein Angebot unterbreitet.
Nach Darstellung der Partei sei das Angebot jedoch aufgrund einer aus ihrer Sicht überhöhten Gagenforderung nicht weiterverfolgt worden. Die FPÖ betont deshalb, sie habe den Kontakt beendet und nicht umgekehrt eine Absage erhalten.
Zugleich kündigte die Partei rechtliche Schritte an, sollte die gegenteilige Darstellung weiterhin verbreitet werden.
Manager bleibt bei seiner Version
Heinos Manager Helmut Werner hält hingegen an seiner Schilderung fest.
Er erklärte, es habe Gespräche mit FPÖ-Bundesgeschäftsführer Joachim Stampfer gegeben. Bereits dabei sei laut Werner klargestellt worden, dass Heino nicht bei einer FPÖ-Veranstaltung auftreten werde.
Der Manager kündigte seinerseits rechtliche Schritte an, falls die FPÖ weiterhin eine andere Version der Ereignisse verbreite. Damit steht derzeit Aussage gegen Aussage. Während die FPÖ betont, sie habe das Angebot wegen finanzieller Forderungen nicht angenommen, erklärt das Umfeld des Sängers, ein Auftritt sei grundsätzlich ausgeschlossen worden.
Welche Darstellung zutrifft, lässt sich derzeit von außen nicht eindeutig überprüfen. Fest steht lediglich, dass Heino letztlich nicht beim Jubiläumsfest der FPÖ auftrat und stattdessen Roberto Blanco die Rolle des musikalischen Stargasts übernahm.
Der öffentliche Schlagabtausch zwischen Partei und Management dürfte die Diskussion über den Fall jedoch noch länger beschäftigen.

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