„Das Feuer für Schuberts Genialität im Herzen dieser jungen Generation zu entzünden, dauert meistens nicht länger als ein paar Takte. Seine Musik ist eben Liebe auf den ersten Ton“, sagt Raimondi.
Nachwuchs aus Österreichs Elite-Schmieden
Die jungen Künstler kommen von zwei der renommiertesten Ausbildungsstätten Europas: dem Mozarteum Salzburg und der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). Viele von ihnen stehen erst am Anfang einer Karriere, die sie schon bald auf internationale Opern- und Konzertbühnen führen könnte.
Für besonderes Aufsehen sorgt die erst elfjährige Geigerin Eloisa Aubert. Die Gewinnerin der „Goldenen Note 2025“ gilt als Ausnahmetalent und wird gemeinsam mit Pianistin Diat Ziatdinova den ersten Satz aus Mozarts Violinkonzert Nr. 3 in G-Dur interpretieren.

Eine musikalische Reise ins Jahr 1826
Das diesjährige Programm blickt genau 200 Jahre zurück. Im Mittelpunkt stehen Werke, die Franz Schubert im Jahr 1826 komponierte oder veröffentlichte – zu einer Zeit, als der Komponist selbst kaum älter war als viele der heutigen Studierenden auf der Bühne.
Von der mdw Wien präsentieren die Baritone Dominik Milewski und Korbinian Schlag gemeinsam mit Pianist Milan Begovic bekannte Schubert-Lieder wie „Die Fischerweise“, „Der Wanderer an den Mond“ und „Lied eines Schiffers an die Dioskuren“.
Das Mozarteum Salzburg wird durch Sopranistin Emily Jung und Bariton Maksim Smirnov vertreten. Begleitet von Jiayin Li am Klavier stehen unter anderem das weltberühmte „Ave Maria“, „An Sylvia“ sowie das beliebte „Das Zügenglöcklein“ auf dem Programm.
Auch Raimondi selbst wird als Solistin zu erleben sein und ausgewählte Schubert-Lieder interpretieren.
Publikum als Gradmesser für große Karrieren
Unterstützt wird die Veranstaltung vom Verein Amicitia, der sich der Förderung junger musikalischer Talente verschrieben hat. Für die Nachwuchskünstler ist der Auftritt in Atzenbrugg eine besondere Gelegenheit, sich vor einem erfahrenen Publikum zu präsentieren.
Denn die Besucher der Schubertiaden gelten als ebenso herzlich wie anspruchsvoll. „Unser Publikum hört jede Nuance und ist gleichzeitig das herzlichste Barometer, das man sich als junger Künstler wünschen kann“, betont Raimondi. Wer die Zuhörer in Atzenbrugg begeistern könne, habe beste Voraussetzungen für eine internationale Karriere.
Damit wird das Schubert Schloss einmal mehr zu jener Bühne, auf der sich die Zukunft der klassischen Musik bereits heute ankündigt.

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