Mit seinem Biohacking-Projekt „Blueprint“ gilt Bryan Johnson als einer der bekanntesten Vertreter der Biohacking-Szene. Nun hat der US-Unternehmer bekannt gegeben, an einer autoimmunen atrophischen Gastritis zu leiden. Der 48-jährige US-Unternehmer erklärte auf Instagram, „Mein Magen frisst sich selbst“.
Die autoimmune atrophische Gastritis ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die säurebildenden Belegzellen der Magenschleimhaut angreift. Dadurch werden die Produktion von Magensäure und des sogenannten Intrinsic Factors beeinträchtigt, der für die Aufnahme von Vitamin B12 notwendig ist. Wie die Fachzeitschrift Medical Tribune berichtet, kann die Erkrankung zu Eisen- und Vitamin-B12-Mangel führen und erhöht zudem das Risiko für Magenkrebs.
Diagnose nach Jahren der Beschwerden
Johnson wurde durch seine extremen Maßnahmen zur Lebensverlängerung bekannt. Nach eigenen Angaben investiert er jährlich rund zwei Millionen US-Dollar in medizinische Untersuchungen, Spezialernährung, Nahrungsergänzungsmittel und experimentelle Therapien. Internationale Bekanntheit erlangte Johnson auch durch die Netflix-Dokumentation „Don’t Die: The Man Who Wants to Live Forever“, die seine außergewöhnlichen Maßnahmen zur Lebensverlängerung begleitet.
Nach eigenen Angaben sieht Johnson die Wurzeln seiner Erkrankung bereits in jungen Jahren. Eine stark zuckerhaltige Ernährung in der Kindheit sowie später beruflicher Dauerstress, Übergewicht und Depressionen hätten seine Gesundheit belastet. Auffällig niedrige Ferritin-Werte seien schon seit Jahren bekannt gewesen, ehe eine Magenbiopsie schließlich die Diagnose einer autoimmunen atrophischen Gastritis bestätigte, schreibt der 48-Jährige in einem Instagram-Posting.
Aufgeben will Johnson deshalb nicht. Nach heutigem medizinischem Standard werde die Autoimmungastritis zwar behandelt, aber nicht geheilt, schreibt Johnson. „Mein Team und ich werden versuchen, meine Autoimmungastritis zu besiegen“, kündigt der Unternehmer an.

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