Sarah Connor trat am Brandenburger Tor vor Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern auf. Zu ihrem Programm gehörte unter anderem ihr Song „Vincent“. Während sie ihre Zugabe spielte, ereignete sich der folgenschwere Vorfall.

Kurz danach wurden die Sängerin und ihr Team aus dem Backstage-Bereich evakuiert. Auch ihre vier Kinder, die sie an diesem Abend begleiteten, konnten das Veranstaltungsgelände unverletzt verlassen, berichtet die Heute.

Emotionale Botschaft an ihre Fans

Wenige Stunden später meldete sich Connor mit einer emotionalen Nachricht auf Instagram. Zunächst bedankte sie sich bei den Menschen, die ihren Auftritt begleitet hatten.

„Vielen Dank, dass ihr mir so einen wunderschönen Auftritt bereitet habt. Für eure Liebe, für euer Dasein, für euer Sein, für euer Lautsein, für euer Buntsein“, schrieb die Musikerin.

Sie habe die besondere Atmosphäre des CSD intensiv gespürt und diesen Moment fest in Erinnerung behalten.

„Ekelhaft und sinnlos“

Erst später wurde Sarah Connor das ganze Ausmaß der Tat bewusst. In einer weiteren Mitteilung erklärte sie, dass zum Zeitpunkt ihrer ersten Videobotschaft noch unklar gewesen sei, was sich tatsächlich ereignet hatte.

Mit deutlichen Worten reagierte sie auf den Anschlag: „Ekelhaft und sinnlos diese Tat.“

Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem Anschlag aus und fahnden nach dem flüchtigen Tatverdächtigen.

Als Reaktion auf die Gewalttat sagten die Veranstalter des Christopher Street Day mehrere für Sonntag geplante Programmpunkte ab. Die Ereignisse haben weit über Berlin hinaus Bestürzung ausgelöst und den ursprünglich friedlichen Protest- und Feiertag der LGBTQ+-Community abrupt beendet.