Nach Angaben des landeseigenen Unternehmens soll die Aktion ein Zeichen für Vielfalt und Offenheit setzen.

An mehreren Stellen wurden die Stationsschilder entsprechend angepasst. Der Name „Alexanderplatz“ wurde durch „Alex (m/w/d/x)“ ersetzt, der ursprüngliche Stationsname ist nur noch in kleinerer Schrift zu lesen. Zudem schmückt eine Intersex-inclusive-Pride-Flagge den Bahnhof. Diese soll neben der klassischen Regenbogenflagge auch trans-, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen sowie People of Color symbolisch einbeziehen.

BVG: Vielfalt soll im Stadtbild sichtbar werden

Die Verkehrsbetriebe begründen die Aktion mit ihrem Bekenntnis zu Diversität. Der Alexanderplatz gehöre allen Berlinern und Besuchern der Stadt und solle rund um den Christopher Street Day ein sichtbares Symbol für Offenheit sein. Die Umgestaltung ist auf die Tage rund um den CSD beschränkt.

Frühere Pride-Kampagne kostete mehr als 43.000 Euro

Bereits im vergangenen Jahr hatte die BVG mehrere U-Bahn-Stationen anlässlich des Pride Month mit Regenbogenflaggen und weiteren Gestaltungselementen versehen. Für Diskussionen sorgten damals die Kosten der Aktion.

Wie Apollo News berichtete, verweigerte die BVG zunächst Auskünfte über die Höhe der Ausgaben. Erst im Zuge eines von dem Medium angestrengten Gerichtsverfahrens wurde bekannt, dass die Umgestaltung der Stationen insgesamt 43.845 Euro gekostet hatte.

Christopher Street Day erinnert an Stonewall

Der Christopher Street Day erinnert an die Ereignisse rund um das Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street. Nachdem sich Gäste der Bar 1969 gegen eine Polizeirazzia gewehrt hatten, entwickelte sich daraus die moderne Bewegung für die Rechte homosexueller Menschen.

In Berlin wird der CSD seit 1979 veranstaltet. Die diesjährige Demonstration steht unter dem Motto „Haltung ist Hot“.