Europa ist der Kontinent der Destruktion. Um Wertvolles und Traditionelles zu zerschlagen, nutzt es „destruktive Tabus“. Im Gegensatz zu den lebensfördernden Tabus, wie dem Inzestverbot, ist das „destruktive Tabu“ ein Instrument des Thanatos, des Todestriebes. Als Widerpart des lebensbejahenden Lusttriebes, der Libido, ist Thanatos aggressiv, zerstörerisch und todessüchtig. Die Rückkehr des Organischen ins Anorganische zu befördern, ist das zentrale Bestreben des Thanatos.
Mehr zerstören als aufbauen
Europa ist in eine Phase der tiefen Dekadenz geraten. Symptome des Niedergangs und des Verfalls zeigen sich allerorts. Egal, ob man Kunst, Kultur, Sexualität, Religion oder Wirtschaft betrachtet, überall geht es abwärts. Die Staaten sind hoch verschuldet, das historische Erbe ist verpönt, Kunst wird nur geschätzt, wenn sie revolutionär – also zerstörerisch – ist, und Religionen werden nur dann positiv bewertet und gefördert, wenn ihre Quelle nicht der eigene Kontinent ist. Zumindest müssen sie aus Afrika stammen, um Goodwill zu bekommen. Die herrschende Stimmung ist die aus der „Negativen Dialektik“ von Adorno. Allgemein ist das Gefühl, im Falschen zu leben, in dem es nichts Richtiges geben kann. Und wo es kein Richtiges gibt, besteht das Leben ausschließlich darin, Falsches dingfest zu machen und zu zerstören. „search and destroy“, das ist das Grundprinzip des postmodernen Europas.
Der Todeshauch des Zwangskonformismus liegt über dem Kontinent
Das größte Hassobjekt der gegenwärtigen Linken ist nicht der Staat, der wird weiterhin angebetet. Nein, es ist die Nation und ihre kulturelle Überlieferung. Eine Nationalflagge auszurollen, ist heute zumindest mit dem sozialen Tod verbunden. Genauso gut kann man gleich öffentlich verkünden, die FPÖ zu wählen. In beiden Fällen kommt man danach nicht mehr in den Linksmedien vor, verliert womöglich seinen Job, darf bestimmte Restaurants nicht mehr betreten und wird von der Lieferantenliste internationaler Konzerne gestrichen. Wir bewegen uns mit Riesenschritten in Richtung einer neuen Apartheid, bei der der eliminatorische Makel nicht mehr die Rasse, sondern die abweichende Meinung ist. Über der gesamten Gesellschaft liegt der Todeshauch eines vulgären Zwangskonformismus, der jeden innovativen oder kontroversiellen Willen erstickt. Mehr denn je zuvor ist heute Gleichschritt gefragt. Wie hieß es einst in der DDR? „Alle kommen mit, keiner bleibt zurück.“ So musste ich in den 1980er Jahren in der Ostsee baden, obwohl ich Wasser und Wassersport hasse, weil die Leitung der studentischen FDJ-Gruppe, in die ich aus eigenem Verschulden geraten war, es so wollte. Die DDR war bis in die letzte Faser ihres Seins antiindividualistisch. Die Gruppe, die Gemeinschaft, das Kollektiv zählten, der Einzelne war völlig wertlos, austauschbar, eigentlich nichtig. Und genau so wird es bald auch bei uns sein.
Zerschlagung des Nationalstaates und Hass auf Patrioten
Der moderne Hass gegen den Nationalstaat kommt vom Kommunismus. Immer noch fuchteln die linken Antidemokraten mit der Faust herum und brüllen „Hoch die internationale Solidarität“. Der Hitlergruß der Linken ist die Dominanzgeste der Drohfaust. Die Faust will immer dreinschlagen, kaputt machen, unterwerfen, erniedrigen. Und vor allem wollen die Kommunisten den Nationalstaat zerstören. Denn Sozialismus gibt es nur international oder gar nicht. Die Grünen, hervorgegangen aus der elitären und destruktiven 1968er-Bewegung, sind bis heute aggressive Feinde des Nationalstaates. Sie bekämpfen jeden, der sich als Patriot zu erkennen gibt. In Österreich veröffentlichte die Grüne Jugend 2020 ein erschütterndes Plakat. Zu sehen war darauf ein Haufen Hundekot, der mit „Heimatliebe“ überschrieben war. Darunter stand zu lesen „Hört auf, Österreich zu feiern“. Schon 2007 tauchten Werbematerialien der Grünen Jugend auf, die ja immer gerne auch mit der Antifa fraternisierte, auf denen unter anderem zu lesen war: „Wer Österreich liebt, muss scheiße sein.“
Die Nationalflagge muss weg
Heute richtet sich der Hass der immer mehr nach links abdriftenden Grünen besonders auf die Nationalflaggen. Das Zentrum des Flaggenhasses ist Deutschland. Dort ist es in der Zwischenzeit verpönt, die Fahne zum Beispiel bei Fußballweltmeisterschaften ans Fenster zu machen oder das Auto damit zu schmücken. Die Deutschlandfahne ist zum destruktiven Tabu geworden. Man bringt sich sogar in Gefahr, wenn man sich mit ihr öffentlich zeigt. Zuletzt wurden von der den Grünen und der Linkspartei nahestehenden Antifa Fußballfans auf offener Straße zusammengeschlagen, bis sie bluteten. Alleine deshalb, weil sie mit deutschen Fußballtrikots und Deutschlandfahne unterwegs waren. Für die linksverrückte Antifa sind Leute mit Deutschlandsymbolen Nazis.
Worte werden zur materiellen Gewalt
Die Saat der Gewalt wurde von grünen Politikern ausgestreut. So verkündete Robert Habeck, noch als er deutscher Vizekanzler war: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen. Ich wusste mit Deutschland nichts anzufangen und weiß es bis heute nicht.“ Er fand aber nichts dabei, sich vom deutschen Volk über ein Jahrzehnt als Berufspolitiker aushalten zu lassen. Viel schlimmer noch die grünen Jugendfunktionäre. Danilo Zoschnik bemerkte: „Wozu Heizungen, wenn man sich an brennenden Deutschlandflaggen wärmen kann.“ Und noch radikaler und menschenverachtender Miene Waziri: „Ich wünschte, Deutschland wäre im Zweiten Weltkrieg vollständig zerbombt worden. Dieses Land hat keine Existenzberechtigung.“ Solche Aussagen sind geeignet, Gewalt gegen nationalstaatliche Symbole und ihre Träger zu stimulieren. Und tatsächlich werden Übergriffe gegen AfD-Parteilokale und AfD-Funktionäre immer häufiger. Die AfD gerät vor allem deshalb ins Fadenkreuz linker Gewalttäter, weil sie die einzige Partei in Deutschland ist, die offensiv patriotisch auftritt.
Warum ist Deutschland aus der WM geflogen?
Die Frage lässt sich rasch und eindeutig beantworten. Weil die Nationalmannschaft zum Opfer des destruktiven antinationalen Tabus geworden ist. In Hamburg, wo ich lebe, sieht man keine Flaggen an den Fenstern und keine an den Autos. Wenn die Mannschaft ein Tor schoss, hörte man vereinzelt ein paar Böller. Früher donnerte es aus jeder Ecke und die Jubelschreie der Fans kamen von überall. An jedem zweiten Fenster hing eine Fahne und die Autos führten kleine Fähnchen und die sogenannten Spiegelsocken mit sich. Die Atmosphäre war von Euphorie und dem Stolz auf Deutschland förmlich durchdrängt. Eine Spannungswelle nach der anderen lief durch das Land. Und in den griechischen und italienischen Restaurants jubelten die Nationen gemeinsam. Diesmal war die Stimmung tot. Warum? Weil die Symbole fehlten. Euphorie braucht ein symbolisches Umfeld, damit sie sich aufbauen und überschäumen kann. Als frenetischer Torjubel oder in der grenzenlosen Traurigkeit der Niederlage.
Deutschland hat den Zusammenhalt, das Gemeinschaftsgefühl, den Willen zum Erfolg und die Lockerheit im Umgang mit den eigenen Symbolwelten verloren. Genauso wie Österreich. Was früher positiv besetzt war, ist heute ein Schandmal. Auch wir können nicht mehr gemeinsam jubeln, weil man uns getrennt, vereinzelt hat. Türken dürfen sich gemeinsam über ihre Mannschaft freuen und bei Niederlagen gemeinsam trauern. Wir dürfen das nicht. Weil uns beigebracht wurde, dass unsere Geschichte, unsere Kultur, unsere Werte zweifelhafter Mist sind. Verbreitet sind Unsicherheit, Selbstzweifel, Fehlerangst. Was darf ich noch sagen? Welche Lieder noch singen? Darf ich noch stolz sein auf Österreich? Man hat uns den destruktiven Zweifel in den Kopf gesetzt und der zernagt uns nun von innen. Eine Nation, die man dermaßen verunsichert und zuschanden gemacht hat, kann nicht überleben. Sie zerstört sich selbst und jeden, der sich ihr nähert. Die einzigen, die sich deshalb noch für uns interessieren sind die, die zu uns kommen, um uns zu übernehmen und die später die Konkursmasse verwerten wollen.

Kommentare
Lädt Kommentare...