In den 1950er Jahren hielten die rechten und linken Eliten die Marktwirtschaft für das Ursprungsübel des Nationalsozialismus. Die Reichen mit ihrem Geld und die privaten Medien mit ihrer Propagandamacht hätten den Faschismus gewollt und errichtet. So dachten sie. Die Theorie des Faschismus als Krisenlösungsinstrument des Kapitalismus machte die Runde, angetrieben von der Sowjet-kommunistischen Propaganda. Der Faschismus galt bald – ganz nach der marxistischen Primitivweltanschauung – als bösartige Diktatur des Kapitals. Deshalb sollte nach 1945 ein Wiedererstarken privater Medien- und Kapitalmacht um jeden Preis verhindert werden. Tatsächlich war der deutsche Faschismus, wie der Sowjetkommunismus, eine Spielart des Sozialismus. Er stützte sich überwiegend auf ein staatliches Wirtschafts- und Propagandamonopol und auch die Großkapitalisten wurden unter seinem Einfluss zu bloßen Scheineigentümern ihrer Wirtschaftsimperien, die des Führers Befehlen zu gehorchen hatten.
Der Epstein-Komplex als Symbol der Degeneration des Westens
Heute wissen wir längst, dass es der freie, möglichst ungeregelte Markt ist, der uns vor den unterschiedlichen Spielarten der sozialistischen Diktatur bewahrt. Dort, wo der Kollektivismus herrscht, bilden sich sofort Klüngel und Beutegemeinschaften, also gierige Geheimbünde, die das Volk manipulativ unterdrücken und Macht und Geld brüderlich unter sich aufteilen. Der Epstein-Komplex ist nicht Folge des freien Spiels wirtschaftlicher und demokratischer Kräfte, er ist eine Degenerationserscheinung einer Gesellschaft, in der die Demokratie gezielt lahmgelegt und durch ein Manipulationsregime ersetzt worden ist. Wie die DDR einst, degeneriert der Westen deshalb, weil Macht und Kapital sich in immer weniger Händen konzentrieren. Und für diese Wenigen ist die Verfügungsgewalt über die Medien wichtiger als das polizeistaatliche Gewaltmonopol. Denn heute herrscht nicht mehr der Gummiknüppel, heute herrscht das ständig aufdringlich freundlich lächelnde Gesicht des großen Medienbruders, die manipulative Macht.
ÖRR: Schwarz-roter Privilegien-Filz
Zum Glück ist die verstaatlichte Industrie noch im 20. Jahrhundert untergegangen. Die von Partei- und Kammermanagern gemeinsam mit Gewerkschaftskaisern regierten Staatsmonopole stellten sich immer mehr als gewaltige Produktivitäts- und Innovationshindernisse heraus und erledigten sich am Ende selbst. Ein Aufatmen ging durch die Bevölkerung. Eine überkommene Nachkriegsstruktur, die sowohl in Österreich als auch in Deutschland, zum Schaden der Bevölkerung, überlebt hat, ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Mit dem Aufkommen von privater Konkurrenz und alternativen Medien wurde plötzlich sichtbar, was davor nicht offensichtlich werden konnte, nämlich dass ORF, ARD, ZDF DDR-ähnliche Privilegienmaschinen sind, die die öffentliche Meinung im Interesse der dekadenten Machteliten an der kurzen Leine vor sich herlaufen lassen. Angesichts der Medienskandale der letzten Jahre in Österreich und in Deutschland wurde plötzlich transparent, was sich im Inneren der schwarz-roten Privilegien-Filz-Monster abspielt. In Österreich zirkulierten plötzlich Namen wie Pius Strobl oder Oliver Böhm und ihre Monstergehälter. Ersterer konnte den Hals überhaupt nicht voll bekommen und wollte sich noch einen weiteren Pensionsnachschlag in Millionenhöhe auf Kosten der Zwangsgebührenzahler genehmigen. Und auch wie die Fürsprecher und Verteidiger „unserer Demokratie“ mit demokratischen Spielregeln umsprangen, zeigte sich öffentlich. Der Tiroler Clemens Pig wurde von der politischen Nomenklatura im kleinen Kreis im Bundeskanzleramt ausgewählt. Der Stiftungsrat, das „demokratische“ Entscheidungsgremium, vollzog brav nach, was die Parteiführer “ausgedealt” hatten. Wohlverhalten ist die Voraussetzung dafür, dass sie weiterhin auf den fetten Wiesen der politischen Privilegienwirtschaft grasen durften.
Medien: Gekaufte Dienstleister der Regierenden
Der Medienskandal am Küniglberg war aber bald aus der öffentlichen Diskussion verschwunden. Warum? Weil alle reichweitenstarken Medien am Tropf der Medienförderung hängen. Und den Regler des monetären Infusionsapparats bedient der Medienminister. Die abhängigen Medien brauchen keine Anweisungen, denn sie gehorchen nach dem Prinzip des vorauseilenden Gehorsams. Und so wird seit der skandalösen Pseudowahl von Clemens Pig zum Chef der Propagandamühle am Küniglberg über die ORF-Bonzokratie und ihre Nutznießer nicht mehr gesprochen. Lustig ist nur eines: Die einfältige Spitze der ÖVP kann sich nun in aller Stille darüber freuen, dass sie einen der ihren auf den obersten Thron des ORF gesetzt hat. Nur der Mann hat nichts zu reden. Denn die Entscheidungen fallen in den Mikrostrukturen und Kapillargefäßen des perversen Zauberbergs und dort haben Linke und extreme Linke die absolute Mehrheit. Clemens Pig kann vielleicht ein paar alte Formate abschaffen und ein paar neue einführen, was in diesen aber läuft, bestimmt die rot-grün-marxistische Gesinnungsgemeinschaft in den Redaktionen. Das die ÖVP nur mehr in den Spitzenpositionen des ORF sitzt, in der operativen Struktur aber keine Leute mehr hat, dürfte den hohen Provinz-Kalifen Mattle und Co noch gar nicht aufgefallen sein. Die ORF-Strukturen sind nämlich so, dass man oben einen ideologisch schwarz gefärbten Zettel hineinwirft, aber unten über Bild und Ton eine rot-grüne Botschaft herauskommt. Stocker hätte auch seinen Chauffeur als Generaldirektor des ORF einsetzen können. Einfluss auf die links-linken Redaktionen hätte dieser genauso wenig ausüben können, wie der Super-Medien-Profi Clemens Pig. Armin Wolf hat ja für alle öffentlich sichtbar vorgezeigt, wo die Macht im ORF zu finden ist. Eva Schütz, die Herausgeberin des Exxpress, hat er via dem linken Safe-Room Bluesky zutiefst beleidigt und dann auch noch den Stiftungsrat und die Generaldirektorenwahl mit Zynismus ironisiert. Und was ist passiert? Genau: Nichts! Denn die Macht hat der Wolf und nicht die Frau Thurnher oder sonst irgendwer.
Trash-Rap von Ikkimel im ZDF-Morgenmagazin
Zuletzt ist die Trash-Rapperin Ikkimel im Morgenmagazin des ZDF aufgetreten. Singen kann sie nicht, deshalb redet sie kreischend vor sich hin. Ihre Kunst bezeichnet sie selbst als „Fotzen-Style“. Herbert Grönemeyer ist davon begeistert. Wie Beethoven ist der Meister des Press-Gesanges wohl im Alter taub geworden. In ihren Songs bezeichnet sich Ikkimel als „größte Fotze der Stadt“ und will „gefickt“ und „gewürgt“ werden und die sexuelle Praktik des „Face-Sittings“ einmal so richtig erleben. Aber alles nur gegen Geld. Nach der talentfreien Performance sitzt das Life-Publikum wie versteinert da. Der Moderator versucht die Situation zu retten, indem er Ikkimels Darbietung als Provokationskunst „einordnet“. Aber er scheitert. Mancher ringt sich im Publikum ein saures Lächeln ab. Mehr aber nicht. Wenn das der hoch gepriesene „Public Value“ des ÖRR ist, könnte ich mich dazu durchringen, darauf zu verzichten.
ORF: Realitätsverleugnung als Programm
Aber der ORF kommt auf seine Art da locker mit. Seine Interpretation des öffentlich-rechtlichen Auftrags besteht darin, durch das Programm die Wirklichkeit bis zur Unkenntlichkeit zu entstellen. Einige Beispiele: Haut ein Syrer bei einem Public Viewing einer Frau mit dem Aschenbecher die Zähne ein, dann war es ein „Mann“. Werden junge Frauen von Migranten vergewaltigt, so trägt unser aller „Integrationsversagen“ die Schuld daran. Dass Syrer und Afghanen sowohl in Deutschland als auch in Österreich eine 10-mal so hohe Prävalenz bei Gewalttaten haben, wird verschwiegen oder durch den Verweis auf „reisende Täter“ zu relativeren versucht. Reisende, also nicht in Österreich wohnhafte Täter, haben in der gesamten Kriminalstatistik einen Anteil von circa 15 %. Sind also nahezu irrelevant. Aber den Höhepunkt der Unverschämtheit hat sich die Stadt Wien anlässlich des Donauinselfestes erlaubt. Dort bekamen Journalisten nur dann eine Akkreditierung, wenn sie unterschrieben haben, durch veröffentlichte Texte, Videos und Fotos „nicht das Ansehen des Donauinselfestes in der Öffentlichkeit zu gefährden oder zu schädigen“. So stellt sich die SPÖ den Umgang mit dem Journalismus vor. Und deshalb verteidigt die immer mehr zur Kleinpartei schrumpfende woke Anti-Arbeiterpartei auch den ORF. Denn der leistet freiwillig das, was man privaten Medien per Ausschlussdrohung abringen muss, den Verzicht auf unabhängigen Journalismus. Fazit: Sozialdemokraten, Grüne und die Kommunisten wollen den ORF erhalten, wie er ist, weil sie ihn vollkommen unterwandert und umgedreht haben. Er macht alles, was die Linke will. Nicht einmal auffordern muss man ihn dazu. Dass die Konservativen den ORF auch verteidigen, kann nur mit einem totalen politischen Realitätsverlust zu tun haben. Denn wenn für die linke Blase die FPÖ eine Fascho-Partei ist, dann sind für sie die Schwarzen nur eine gemäßigte Ausgabe davon. Wenn sie die ÖVP nicht mehr brauchen, werden sie, nachdem sie die FPÖ auf den Misthaufen der Geschichte befördert haben, die Schwarzen dorthin nachwerfen. Die Schwarzen haben einfach nicht begriffen, dass dann, wenn die FPÖ erledigt ist, sie es sein werden, denen man als nächste das Nazis-Stigma anheften wird.

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