Das Bild zeigt Goya selbst, schlafend über seinen Arbeitstisch gebeugt, während unheimliche geflügelte Wesen den Raum bevölkern. Es ist für mich das treffendste Sinnbild für unsere Zeit, in der ein medialer Bildersturm die Vernunft betäubt hat und an deren Stelle fiebrige emotionale Wahnvorstellungen getreten sind. Die Inflation des Bildes hat den Verstand der Menschen kaputtgemacht. Das vernünftige Argument wurde eliminiert und durch emotionalisierende Bilder ersetzt. Denken braucht Ruhe. Doch die gibt es heute nicht mehr. An ihre Stelle ist der hohle Lärm einer geistlosen Zeit getreten. Die sogenannte Künstliche Intelligenz hat zu einem neuen Höhepunkt im Prozess der totalen Verblödung der westlichen Welt geführt.

Künstliche Intelligenz: Postfaktische Chimären ersetzen die Wahrheit

Nun werden überhaupt nur mehr postfaktische Fantasiebilder, leider in der Regel täuschend echt, durch den Äther geblasen. So hat sich eine hinterlistige Chimäre über unser Zeitalter gelegt, unter deren dichter Decke die Vernunft nicht mehr ausreichend Luft zum Atmen bekommt und nebenbei auch der Sinn für den ästhetischen Ausdruck verloren geht. In einem kurzen Satz gesagt: Die menschliche Kommunikation ist nicht nur verdummt, sie ist gleichzeitig auch abstoßend hässlich geworden. Ästhetische Mittel, wie die Mode, werden heute nicht mehr dazu verwendet, den Menschen attraktiver zu machen, sondern um ihn in einer seriellen Hässlichkeit versinken zu lassen. Von der Schönheitschirurgie gar nicht zu reden, die nicht davor zurückscheut, jungen Frauen an die Stelle ihrer Lippen schlauchbootartige Gebilde zu setzen, die unter normalen Menschen notwendig zur Ausprägung einer panischen Kussfurcht führen müssen.

Islam ist nur ein anderes Wort für den Schlaf der Vernunft

Der Islam ist eine aggressive Form der missionierenden Religion. Die muslimischen Massen leben, wenn sie sich konstituieren, abseits jeglicher Vernunft. Das sieht man nicht zuletzt daran, wie sich Muslime bei ihren antiisraelischen Gaza-Demonstrationen gebärden. Die bekannte mitteleuropäisch-gelassene Demonstrationskultur wurde durch eine Art Tanz der Derwische ersetzt, mit dem sich die Sufi-Mönche in religiöse Trance versetzt haben. In der Masse wird die Vernunft des Individuums abgeschaltet. Wenn einer rennt, dann rennen alle. Wird die Stimmung dann noch von hysterischen Hasspredigern aufgeheizt, dann tobt der Mob. Latente Gewalt wandelt sich zu manifester Gewalt. Steine fliegen, Fäuste sprechen, Fahnenstangen werden zu Schlaginstrumenten, mit denen auf Journalisten und Polizisten eingeprügelt wird. Beim kommenden Eurovision Song Contest können sich schon heute Polizei und Bevölkerung auf etwas gefasst machen. Aus aller Welt werden Israelhasser anreisen, um uns eine Kostprobe ihrer präzivilisatorischen Konfliktkultur zu demonstrieren.

Die Faust als Symbol des einfältigen Totalitarismus

Die Faust ist das Gegenbild zur subtilen Macht der Manipulation, sie ist das Symbol eines unterdrückenden Disziplinarregimes. In ihm greift die Macht zum Mittel der Gewalt, um das Volk zu kontrollieren. Während die Massenmenschen die geballte Faust meist in der Hosentasche verstecken müssen, können es sich die Mächtigen erlauben, sie offen zu zeigen. Und wenn es sein muss, beenden sie die demokratische Meinungsfindung, indem sie dreinschlagen. Man hat es in der Corona-Zeit gesehen, als „die Zügel angezogen“ und das Einsatzkommando auf Maßnahmenkritiker losgelassen wurde. Die Mächtigen reden heute darüber nicht gerne. Sie wollen, dass die Menschen das Gewaltpotential des Staates so schnell wie möglich wieder vergessen. Nur die dumme Macht lässt die Faust aus dem Sack, wie es gerade am Landesparteitag der SPÖ Wien passiert ist. Je größer die Einfalt, desto stolzer und höher wird die Faust getragen. Die weniger Einfältigen pressen die Fausthand eng an den Körper und halten die Faust möglichst tief unterhalb der Brust. Das ist die verschämte Faust der Mitläufer, die Faust auf halbmast. Sie halten sich so für den Tag nach dem Sturz des Regimes die Ausrede offen, die Faust zwar gezeigt, aber niemals aggressiv gemeint zu haben. Selbst beim Marxisten Babler ist die Fausthand schon tief nach unten gesunken, seine Frau trägt sie noch immer hocherhoben. Sie war die einzige der Retrotruppe, die das Symbol der manifesten Gewalt noch stolz und ohne Scham zu präsentieren wagte.

Donald Trump zu Hitler transformiert

Die Bildmedien sind die mächtigsten Feinde der Vernunft. Sie verblöden die Menschen, indem sie sie in oberflächliche und gedankenlose Massenwesen verwandeln. Das Opfer der Bildmedien ist immer mitgerissen und fremdbestimmt. Es fehlt ihm die Muße, innezuhalten und nachzudenken. Kritik ist ohne die stille Reflexion nicht möglich. Der Lärm und die Hochgeschwindigkeit sind der Tod der Kritik. Insofern ist die Postmoderne der Friedhof der kritischen Vernunft. Das zeigt sich vor allem an der Funktionstüchtigkeit der Narrative der Macht: Seit Jahren wurde von den europäischen Medien systematisch am Feindbild Donald Trump gearbeitet. Das deutsche Magazin „Der Spiegel“ packte ihn gemeinsam mit Hitler auf das Titelblatt. In den USA wird Trump von seinen Gegnern zum Spalter der Gesellschaft stilisiert. Man verfährt mit ihm wie in Deutschland mit der AfD. Wie dieser dichtet man ihm an, die Demokratie abschaffen zu wollen. Um das auch AUGENFÄLLIG zu machen, stellt man ihn in eine Reihe mit den großen Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Typisch dafür ein Posting in der österreichischen Kronenzeitung, in dem über die Legitimität des Tyrannenmordes philosophiert wird. „Ist es legitim und notwendig, Massenmörder wie Hitler, Stalin, Mao oder aktuell Putin und Trump zu liquidieren?“ Offenbar ja, denn ein anderer „Poster“ schreibt zum letzten Attentatsversuch: „Irgendwann wird es dann klappen.“ Das in den Medien gezeichnete Bild von Trump ist ein vom unbedingten Machtwillen seiner Gegner entstelltes Zerrbild. Die Debatten im Online-Forum der Kronen Zeitung zeigen, dass die Manipulation funktioniert. Die Mehrheit der Postings ist vom Hass gegen Trump zerfressen.

Strack-Zimmermann und Theveßen: Die Trommeln der Macht

Die Medien haben sich auf die Seite der Macht und ihrer kontrafaktischen Narrative geschlagen. Vernünftige Argumente ersetzt der postmoderne Journalismus durch Bilderstürme und manipulative Faktenverdrehung. Um eine öffentliche Diskussion über die Missstände im ORF zu verhindern, veröffentlichte der Falter die „Weißmann-Chats“. Emotionale Sex- und Crime-Story statt vernünftiger Diskussion. Der neue Stil der postmodernen Qualitätspresse. Und Trump macht man zum Schuldigen für das Attentat gegen ihn. Der arme Lehrer, der das Bankett in Washington in Westernmanier gestürmt hat, konnte nicht anders – der Hass der Trump-Reden hat ihn gegen seinen Willen dazu getrieben. So sagte es auch die deutsche EU-Abgeordnete Strack-Zimmermann: „Trumps brutale Aussagen Gruppen und Einzelpersonen gegenüber sind inzwischen so unterirdisch, dass man sich nicht mehr wundern braucht, dass diesen verbalen Exzessen schreckliche Taten folgen.“ Trumps Sprachbrutalität hat den Terrorlehrer also quasi in den Kontrollverlust hineingezwungen. Das Attentat wandelt sich immer mehr zu einer Art fahrlässigen Selbsttötung durch provozierendes Verhalten. Ähnlich der ZDF-Korrespondent Theveßen. Er meint, dass Trump durch seine aggressive Rhetorik ein Klima der Verunsicherung geschaffen habe, das zu solchen Vorfällen wie dem Attentat führt. Ein Attentat als „Vorfall“. Auch nicht schlecht. Übrigens hätte auch die Baader-Meinhof-Truppe so argumentieren können. Der immer „aggressiver werdende Imperialismus“ habe sie zu ihren Mordanschlägen gedrängt. Hätte so etwas damals ein ZDF-Reporter wiedergegeben, wäre er rausgeflogen. Heute sind genau solche verdrehten Geister Korrespondenten in den USA. Was hat dazu geführt, dass die öffentlich-rechtlichen Medien dermaßen verrückt geworden sind?