Offizieller Zweck ist das Sammeln von Quellen und die Informationsarbeit über Widerstand und Verfolgung im Dritten Reich. Neben der „Aufarbeitung“ von NS-Verbrechen sollen die Wiedergutmachung für die Opfer und vor allem die Bekämpfung des „Rechtsextremismus“ betrieben werden.

Abgesehen davon, dass ein privater Verein feststellen darf, wer in unserem Land rechtsextrem ist und deshalb verfolgt werden muss, ist die Berufung auf den „österreichischen Widerstand“ ziemlich grotesk, da es diesen in Wirklichkeit nur in homöopathischen Dosen gab. Der geniale Kolumnist Staberl schrieb1971, dass es sich um das „Dokumentationsarchiv eines in Wirklichkeit niemals existent gewesenen österreichischen Widerstandes“ handle.

Das DÖW wurde 1963 gegründet. Es gab zwei führende Gründungsmitglieder: Der 1916 geborene Ludwig Franz Jedlicka trat 1930 in die HJ ein und wurde 1935 als „Illegaler“ in die NSDAP aufgenommen. Gleichzeitig sicherte er sich ab, indem er bei den Austrofaschisten andockte. Das missfiel einigen Nazis nach der „Machtübernahme“ und erst 1941 bestätigte ein Gaugericht, dass Jedlicka ein wirklicher Nazi sei. Er machte Karriere im NS-System und trat auch antisemitisch in Erscheinung. Als er 1943 merkte, dass sich die Kriegslage wendete, diente sich Jedlicka dem „militärischen Widerstand“ an. Als die Russen kamen, trat der „Idealist“ offiziell dem Widerstand bei und wurde zum „antifaschistischen Helden“. Später behauptete der gesinnungstreue Mann, er habe bei der Schlacht um Wien 1945 die Rot-Weiß-Rote Fahne am Rathaus gehisst. Gesehen hat es wohl keiner, aber Jedlicka war ein „ehrenwerter Mann“. Deshalb konnte er ziemlich „unbelastet“ seine Karriere als ÖVP-Mitglied fortsetzen. Umtriebig engagierte er sich bei der Gründung eines Instituts für Zeitgeschichte zur Verbreitung der offiziellen „Wahrheiten“. Seine Freundschaft mit dem Kommunisten Herbert Steiner führte zur Gründung des DÖW. Schon bald wurde der ehemalige Nazi Jedlicka auch Universitätsprofessor, dem man eine hohe „Akzeptanzbereitschaft von Linken“ attestierte, und letztlich Chef des Instituts für Zeitgeschichte.

Das „überparteiliche“ DÖW

Ein anderer Gründer des DÖW war Herbert Steiner. Der 1923 geborene Wiener wuchs im sozialistischen Milieu auf. Die Sozialisten waren dem jungen Steiner nicht radikal genug und so trat er dem Kommunistischen Jugendverband bei. Später rühmte er sich, dass er dabei seine „antifaschistische Arbeit“ begonnen habe. Im Oktober 1945 kam Steiner nach Österreich zurück und war weiter kommunistisch aktiv. Er absolvierte 1958 ein „Fernstudium“ an der Universität Prag. 1963 gründete er mit „Widerstandskämpfern“ und „Opfern des Nationalsozialismus“ das „überparteiliche“ DÖW. Der verspätete Akademiker hatte dann dessen wissenschaftliche Leitung inne, bis er von Wolfgang Neugebauer 1983 abgelöst wurde. Ab 1982 wurde der kommunistische Fernstudent Professor an der Uni-Wien zwecks richtiger Version der Zeitgeschichte. Bis 1968 war Steiner weiterhin für die Kommunisten tätig. Er gründete 1972 eine „Freundschaftsgesellschaft“ mit Nordkorea, wobei er auch einen Staatsbesuch Kreiskys im „Reich des wahren Sozialismus“ organisierte.

Jedlicka und Steiner waren aufrechte und ehrenwerte Demokraten, welche uns das Dokumentationsarchiv bescherten. Dieses wacht über unsere politisch korrekte Gesinnung und bekämpft die „Rechten“ – wozu alle gehören, die nicht links-grün oder „liberal“ sind. Ihre „ExpertInnen“ befinden auch vor Gericht, wer ein Nazi ist und bestraft werden muss. Dazu gibt es eine Art von „Bibel“, genannt „Handbuch Rechtsextremismus in Österreich“. Dieses ist nichts Neues und wird wie die „Heilige Schrift“ immer wieder neu aufgelegt. Es geht darum, alle „Ketzer“ namhaft zu machen. Die Nachfolger der Gründer setzten die Tradition fort. Der neue Leiter Andreas Kranebitter sorgt für Kontinuität.

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