Auch die Vorbereitung auf Ostern – das höchste christliche Fest nebenbei bemerkt – lieferte wieder einmal einige Beweise dafür, wie wenig manche offensichtlich mit ihren eigenen christlichen Traditionen anfangen können.

Unsere christliche Kultur ist bei einigen ganz offensichtlich nicht mehr hoch im Kurs. Fast scheint es sogar so, als würden sich manche für ihre europäische kulturelle Verankerung schämen oder gar davon abgestoßen sein. Das zeigte sich vor allem in einigen veröffentlichten medialen Beiträgen in den letzten Tagen. Da gab es zum Beispiel zwei Beiträge in den ZDF-Kindernachrichten, die einen im Grunde nur noch fassungslos zurücklassen können. Im ersten Beitrag ging es um den Islam und das muslimische Fastenbrechen. Mit voller Begeisterung wurde Kindern da erzählt, das sei ein Fest der Freude und der Familie. Lächelnde Kinder, glückliche Familien und romantische Bilder wurden in diesem Beitrag gezeigt. Gleich darauf folgte ein Beitrag über das Christentum. Darin wurde es schon wesentlich düsterer. Sogar von Verbrechen war die Rede und davon, dass die Kirche nicht modern genug sei und aus dem Mittelalter komme. Generell hinterließ der Beitrag insgesamt den Eindruck, die Kirche sei etwas zutiefst Unanständiges und Rückschrittliches. Während also der Islam nur Friede und Freude bringen soll, ist das Christentum vorrangig als etwas Negatives zu begreifen – so lautete die deutliche Botschaft der Sendung.

Witze über das Christentum, aber nicht über den Islam

Solch unterschiedliche Darstellungen von Christentum und Islam sind allerdings alles andere als eine Seltenheit. Gerade in den letzten Wochen zeigte sich das zuhauf. Auf den Social-Media-Kanälen des öffentlich-rechtlichen Formats „Mädelsabende“ finden sich beispielsweise ähnlich skurrile Beispiele. In einem Beitrag anlässlich des bevorstehenden Osterfestes spricht man davon, dass sich das anfühle wie der zweite Tag der Periode – also wohl schmerzhaft und unangenehm. Der Grund dafür sei, dass man beim Osterbrunch alles durcheinander essen würde und danach „bodenlos 💩 müsse“. Zwar schreibt man, das sei nur als Scherz zu verstehen, doch ist es wohl unvorstellbar, dass es solche Beiträge auch über muslimische Feiertage geben würde. Wie wir alle wissen, würde so ein „Scherz“ vermutlich sofort als „islamophob“ eingestuft werden.

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Ramadanfeiern in aller Öffentlichkeit

Auch viele Politiker gefallen sich immer öfter darin, öffentliche Grußbotschaften nur noch an muslimischen Feiertagen zu publizieren – vermutlich, um den Eindruck zu vermitteln, besonders divers, tolerant und weltoffen zu sein. Christliche Feiertage und Traditionen hingegen lässt man auch in der Politik viel öfter unter den Tisch fallen.

Anlässlich des muslimischen Fastenbrechens sah man zuletzt Bilder aus einigen europäischen Städten, wo sich Muslime – teilweise zu Zehntausenden – auf der Straße versammeln, beten und ihren muslimischen Glauben öffentlich zur Schau stellen. Man stelle sich vor, ein solches Verhalten würden sich Christen zu Ostern erlauben. Empörung in ungeahntem Ausmaß wäre die Folge. Sehr wahrscheinlich würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk sofort von gefährlichen „radikalen“ oder gar „rechtsextremistischen“ Tendenzen sprechen, so wie es zum Beispiel in einigen Beiträgen über christliche Influencer zuletzt der Fall war.

Das Ende der Multi-Kulti-Märchen

Es zeigt sich dadurch vor allem eines: Aus dem fast schon absurd übertriebenen Drang, sich tolerant zu zeigen, entwickelte sich in den letzten Jahren ein nahezu toxisches Verhältnis zur eigenen Kultur und Religion. Der Westen scheint sich selbst immer mehr für seine eigenen Traditionen zu hassen. Im Gegenzug möchten sich einige so divers und weltoffen wie möglich inszenieren, und der Islam scheint ihnen dafür das perfekte Vehikel zu sein. Dabei leben wir in einer Zeit, die geprägt ist durch islamistischen Terror und eine Integrationskrise. Seit Jahren lassen wir Menschen auf unseren Kontinent, die zum Teil aus Ländern kommen, in denen die Scharia das tägliche Leben reguliert. Mit romantischen Multi-Kulti-Märchen hat das schon lange nichts mehr zu tun. Wie bizarr es doch ist, dass manche im Westen ausgerechnet dieses Wertefundament dem unsrigen vorziehen.

Und nein, selbstverständlich ist nicht jeder Muslim ein Islamist. Aber dass der Islamismus und seine steinzeitähnliche und fundamentalistische Ideologie uns seit Jahren in Atem halten, ist evident. Es ist also nicht das Christentum mit seinen Festen, das unsere Sicherheit bedroht. In Wahrheit sind diese christlichen und natürlich auch westlichen Werte und Traditionen eines der wenigen Dinge, die uns noch Halt geben.