Maria Shahbaz wird nun bei dem Mann bleiben müssen, der sie laut Familienangaben entführt hat. Das Gericht erkannte zudem ihre Konversion zum Islam als offiziell an, da laut islamischem Recht nur ein Glaubensbekenntnis nötig sei. Untere Instanzen hatten zuvor die Heiratsurkunde als gefälscht eingestuft und die fehlende offizielle Dokumentation bemängelt.
Proteste und Kritik aus Kirche und Recht
Pakistani Anwälte äußern massive Kritik am Urteil. Sie warnen, dass Minderheiten bei Zwangskonversionen künftig noch schlechter geschützt seien. Auch der katholische Erzbischof Joseph Arshad zeigte sich besorgt über die Entscheidung des Obersten Gerichts. Experten für Kinderrechte verweisen auf alarmierende Zahlen: Rund 18,9 Millionen Mädchen in Pakistan sind laut UNICEF unter 18 Jahren bereits verheiratet, jedes sechste wird somit zwangsverheiratet.

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