Mehrere 13-Jährige haben den Buben im Mai in Wien geschlagen und getreten.Die Szenen wurden auf dem Handy aufgenommen. Dem 12-Jährigen wurde auch die Unterwäsche ausgezogen, mit einer Flamme bearbeiten die Peiniger seine Genitalien. Das Video ging in den sozialen Medien viral, es war nicht der erste Übergriff auf das Opfer.
Keine Strafe aufgrund von Unmündigkeit
Der Bub musste eine Nacht im AKH bleiben. Sein Vater wollte, dass die Täter bestraft werden, der Serbe wandte sich an die Polizei. „Mein Sohn ist sehr belastet und traumatisiert“, hätte er den Beamten laut Krone berichtet. Die Antwort? Aufgrund der Unmündigkeit drohe keine Strafe. „Es hat mich derart aufgebracht, dass den Burschen wieder nichts passieren würde, dass ich mich entschlossen habe, etwas gegen das weitere Verbreiten der Videos zu unternehmen“, sagte der Mann später bei einer Einvernahme.
Rache verübt
Mit seinen Brüdern machte sich der Vater des 12-Jährigen auf den Weg zu einer Wohngemeinschaft in Wien-Hernals. Dort wohnt der mutmaßliche Hauptpeiniger seines Sohnes. Das Trio weckt den 13-Jährigen unsanft. Ein Betreuer eilte herbei, wurde aber von einem der Männer festgehalten. Er sah, wie der junge Bursche geschlagen, getreten und gegen die Wand gestoßen wurde. Dabei soll der Vater des Zwölfjährigen sinngemäß geschrien haben: „Du hast meinen Jungen genötigt und beleidigt!“
Festnahme, Prozessstart am 30. Juni
Nach dem brutalen Übergriff klickten für die drei Brüder die Handschellen. In U-Haft warten sie nun auf ihren Prozess am 30. Juni, es geht um schwere Körperverletzung und Sachbeschädigung. Der Anwalt der drei Männer betonte, dass sie ihre Taten „zutiefst bereuen.“ Er machte aber auch darauf aufmerksam, dass man bei Fällen wie diesem die Strafmündigkeit ab 14 Jahren dringend überdenken sollte.

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