Grundlage für den verpflichtenden Führerscheinwechsel ist ein EU-Beschluss aus dem Jahr 2006. Demnach müssen sämtliche Führerscheine, die vor dem 19. Jänner 2013 ausgestellt wurden, durch das einheitliche Scheckkartenformat ersetzt werden.
Während Deutschland den Umtausch seit Jahren nach einem gestaffelten Zeitplan organisiert, verzichtet Österreich bislang auf ein solches Modell, berichtet die Heute.
Ministerium setzt auf Eigenverantwortung
Das Verkehrsministerium will stattdessen rechtzeitig über die bevorstehende Frist informieren. Damit soll verhindert werden, dass kurz vor Ablauf der Umtauschfrist ein großer Ansturm auf die Behörden entsteht.
Gleichzeitig betont das Ministerium, dass jeder Führerscheinbesitzer selbst dafür verantwortlich ist, den Austausch rechtzeitig vorzunehmen.
Wie viele der alten Papier-Führerscheine tatsächlich noch gültig sind, lässt sich laut Ministerium nicht exakt feststellen.
Der Grund: Die früher ausgestellten Dokumente wurden nicht zentral erfasst. Zudem dürfte die Zahl der noch gültigen Papierführerscheine in den kommenden Jahren weiter sinken, weil manche Lenkberechtigungen altersbedingt auslaufen oder nicht mehr verlängert werden.
ÖAMTC kritisiert Vorgehen
Kritik kommt vom ÖAMTC. Der Mobilitätsclub bezeichnet die bisherige Strategie als „typisch österreichisches Abwarten“ und sieht die Gefahr, dass viele Menschen den verpflichtenden Umtausch erst kurz vor Fristende erledigen wollen.
Für den Wechsel vom Papier- auf den Scheckkartenführerschein werden derzeit 73 Euro fällig.
Wer seinen alten rosa Führerschein noch besitzt, muss zwar nicht sofort handeln, sollte die Frist jedoch im Auge behalten. Spätestens bis zum 19. Jänner 2033 muss der Umtausch abgeschlossen sein – danach verliert der Papier-Führerschein seine Gültigkeit.

Kommentare
Lädt Kommentare...