64,2 Millionen Migranten leben derzeit in der EU – um 2,1 Millionen mehr als im Vorjahr und fast doppelt so viele wie 2010. Das zeigt eine neue Studie des Centre for Research and Analysis on Migration. Parallel dazu sorgt ein animiertes Video auf X für Aufsehen.
Von 40 auf 64 Millionen – in nur 15 Jahren
Im Jahr 2010 lebten rund 40 Millionen Migranten in der EU. 2025 sind es bereits 64,2 Millionen – ein Plus von 60 Prozent in anderthalb Jahrzehnten. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Berliner Forschungszentrums RFBerlin hervor, der auf Daten von Eurostat und dem UN-Flüchtlingshilfswerk basiert.
Deutschland bleibt mit knapp 18 Millionen ausländisch geborenen Menschen das größte Aufnahmeland der EU – 72 Prozent davon im erwerbsfähigen Alter. Spanien verzeichnete zuletzt das stärkste Wachstum und zählte 700.000 Neuankömmlinge binnen eines Jahres, womit die Gesamtzahl auf 9,5 Millionen stieg. Deutschland beherbergt zudem mit 2,7 Millionen die meisten Flüchtlinge im EU-Vergleich. „Deutschland bleibt das Hauptziel für Migranten in Europa – sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen an der Bevölkerungsgröße.” , so Tommaso Frattini, Studienautor.
Virales Video zeigt 16 Jahre illegale Einwanderung – Punkt für Punkt
Zeitgleich zu den neuen Zahlen geht auf X ein animiertes Video viral, das die illegalen Grenzübertritte in die EU von 2008 bis 2024 visualisiert. Jeder Punkt in der Animation steht für 100 erfasste Personen – insgesamt kommen laut den zugrundeliegenden Frontex-Daten rund 11,9 Millionen Erfassungen irregulärer Grenzübertritte zusammen.
Wichtig zur Einordnung: Frontex erfasst Grenzübertritte, nicht zwingend einzelne Personen – dieselbe Person kann mehrfach registriert worden sein. Das Video stammt von einem privaten Account und wurde nicht von Frontex autorisiert, basiert aber auf den offiziellen Frontex-Monatsdaten.
Das Video macht in komprimierter Form sichtbar, was die Zahlen in Tabellen kaum transportieren: den schieren Umfang und die geografische Streuung der illegalen Einwanderung über mehr als eineinhalb Jahrzehnte.

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