Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Polizeipräsident Gerhard Pürstl machten somit ihre Ankündigung wahr. Im Umfeld des Westbahnhofs ist der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ab sofort verboten. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Geldstrafe rechnen.

Alkoholverbot betrifft das ganze Areal

Das Alkoholverbot gilt auch im gesamten Bahnhofsbereich, also in der Halle und den Bahnsteigen – die Gastronomie ist ausgenommen. Verhängt wurde es, nachdem sich seit einiger Zeit Alkoholkranke rund um den Westbahnhof aufhalten. Das führt zu sozialen Problemen, Beschwerden und einem Unsicherheitsgefühl bei Bahnkunden. „Es soll dort das Sicherheitsgefühl gestärkt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden, indem Alkoholiker, die dort zum Teil auch aggressives Verhalten an den Tag legen, stärker kontrolliert werden und ihnen der Aufenthalt verunmöglicht wird“, so Ludwig.

„Merkbar unangenehme Situationen“ vermeiden

Zwar sei Wien „eine der sichersten Metropolen weltweit“, dennoch wolle man „genau dorthin schauen, wo wir den Eindruck haben, dass die Bevölkerung entweder ein subjektives Unsicherheitsgefühl hat, oder tatsächlich auch merkbar unangenehme Situationen eintreten“. Parallel betonte der Stadtchef: Mit dem Alkoholverbot werde dort auch die Sozialarbeit ausgebaut, damit es eine entsprechende Versorgung für die Alkoholkranken gibt.

Parallele Schutzzone beim Imhoff-Park

Gleichzeitig trat am Freitag eine Schutzzone rund um den Fritz-Imhoff-Park mit seinem Kinderspielplatz in Wien-Mariahilf unweit der U6-Station Gumpendorfer Straße in Kraft. Eine Schutzzone gibt der Polizei mehr Möglichkeiten gegen Drogenkriminalität, die dort zu einem Problem belastet. Auch hier wird die Sozialarbeit ausgebaut. Alkoholverbotszonen gibt es übrigens beim Bahnhof Praterstern und dem Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf. Schutzzonen wurden bereits in Ottakring (beim Yppenplatz) und dem Keplerplatz (Favoriten) eingerichtet.