Passende Aufgaben für junge Schüler?
Konkret wurden laut der „Rheinischen Post“ den Achtklässlern drei Aufgabenblätter vorgelegt, mit deren Hilfe sie ein bestehendes Bordell modernisieren sollten. Dabei wären für die 13- bis 14-jährigen Schüler folgende Fragen im Raum gestanden: „Welches inhaltliche Angebot muss der neue Puff für alle bereithalten? Welche sexuellen Vorlieben müssen in den Räumen wie bedient und wie angesprochen werden?“
Marketing und Preisgestaltung
Zudem sollten die Schüler bei der Gestaltung des „Puffs“ beachten: „Für welche Personengruppen braucht es welche Voraussetzungen, damit sie in den Puff gelangen können? Und: Wie müsse der Puff von außen gestaltet sein, damit er von allen möglichen Menschen aufgesucht werden kann und aufgesucht werden möchte?“ Auch wurden die Achtklässler dazu angehalten, sich Werbung zu überlegen, mit der „alle möglichen Menschen gleichermaßen angesprochen werden“. Die Minderjährigen sollten sich zudem Gedanken über die Preisgestaltung machen.
Schulleitung: „Explizite Anregung zu Diskussionen“
Die Schulleitung verteidigt das Projekt in einer Stellungnahme und erklärt, dass man anschließend mit den Schülern über die Aufgabe diskutiert habe. „Die Unterrichtseinheit sollte explizit zu Diskussionen anregen und Inhalte aufgreifen, mit denen Jugendliche in sozialen Medien konfrontiert werden können“, sagt die Schulleitung. Zugleich gesteht die Leitung jedoch ein, dass man in Zukunft „alternative Unterrichtseinheiten in Vorbereitung, die das Thema Vielfalt der Lebensformen und der Sexualität in einem anderen Kontext aufbereiten“ werde. Man bedauere, dass die Aufgabe für Unruhe gesorgt habe.
„Doktorspiele“
Bereits im vergangenen Jahr berichtete Apollo News über ein Sexualkonzept an einer Schule im nordrhein-westfälischen Wiehl-Oberbantenberg. In dem Papier wurden unter anderem „Doktorspiele“ für Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren vorgeschlagen. Zudem wurde ein Buch mit kinderpornografischem Inhalt empfohlen. Die Schule zog das Konzept nach der Berichterstattung zurück.
Sozialistisches Schulprojekt regt auf
Doch nicht nur an Schulen in Nordrhein-Westfalen sorgen bestimmte Unterrichtsinhalte zu Sexualität für Aufsehen. Zuletzt kam es an einer Schule in Ostsachsen zu einem Skandal. Dort hätten Pädagoginnen des Verbands „Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken“ Magazine vor Achtklässlern ausgebreitet, mit denen diese eine Collage zum Thema „Mut“ erstellen sollten. Doch darunter habe sich auch pornografisches Material befunden, was unter den Schülern und bei deren Eltern für große Aufregung gesorgt hätte.

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