Nach Angaben mehrerer Hausbewohner dauern die Probleme bereits seit mehr als einem halben Jahr an. Die Situation habe sich nach der Delogierung zunächst zu entspannen geschienen. Doch die Hoffnung auf Ruhe erfüllte sich offenbar nicht.

Eine Bewohnerin schildert, der Mann habe sie wiederholt beschimpft und ihr Gewalt angedroht. Sie fühle sich im eigenen Wohnhaus nicht mehr sicher.

Nächtlicher Vorfall am Hauseingang

Besonders beunruhigend sei ein Vorfall in den frühen Morgenstunden der vergangenen Woche gewesen. Nach Angaben von Bewohnern soll der 28-Jährige versucht haben, über die Garage beziehungsweise den Eingangsbereich wieder in das Haus zu gelangen. Dabei sei auch eine Glasscheibe der Eingangstür beschädigt worden.

Die Polizei wurde über den Vorfall informiert. Ein weiterer Bewohner gibt an, ebenfalls bedroht worden zu sein. Nach seinen Angaben habe ihm der Mann angekündigt, ihn abzustechen. Aus Angst habe er seine Wohnung vorübergehend verlassen und mehrere Tage in einer anderen Unterkunft verbracht.

Nach dem jüngsten Vorfall erstattete der Betroffene Anzeige. Er berichtet, dass ihn die Ereignisse inzwischen auch psychisch stark belasten und er nachts bei jedem Geräusch aufschrecke.

Psychische Erkrankung als möglicher Hintergrund

Nach Informationen mehrerer Medien soll der 28-Jährige an einer psychischen Erkrankung leiden. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wurden die Identitäten der Beteiligten nicht veröffentlicht.

Nachbarn berichten zudem, der Mann habe bisher keine professionelle Hilfe angenommen. Eine offizielle Bestätigung dazu liegt nicht vor.

Seit der Delogierung ist laut Anrainern unklar, wo sich der Mann derzeit aufhält. Nach Angaben der Bewohner soll er allerdings noch an der bisherigen Adresse gemeldet sein.

Die Vorfälle beschäftigen nun Polizei und Behörden. Die Ermittlungen zu den angezeigten Bedrohungen und den Sachbeschädigungen laufen. Unter den Bewohnern bleibt die Sorge groß, dass die Situation erneut eskalieren könnte.