2025 wurden in Wien 23.650 neue Anträge auf die österreichische Staatsbürgerschaft gestellt – ein Plus von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Einbürgerungen um 17 Prozent auf 14.648 Personen.
Bis zu 25 erfolgreiche Anträge - an einem Tag
Der große Andrang macht sich auch bei den Wartezeiten bemerkbar. Im Schnitt müssen Antragsteller 310 Tage auf einen Termin warten. Bis über ihren Antrag entschieden wird, vergehen durchschnittlich 301 Tage. Dennoch finden in der MA 35 an manchen Tagen bis zu 25 Verleihungen der Staatsbürgerschaft statt. Besonders stark nachgefragt waren auch die Informationsveranstaltungen der Behörde. Rund 15.000 Menschen nahmen im vergangenen Jahr daran teil.
Integrationsdebatte tobt
Die meisten neuen Staatsbürger kamen 2025 laut „Krone“ aus Israel (13,5 Prozent) und den USA (13,3 Prozent) – dabei handelt es sich überwiegend um NS-Verfolgte und deren Nachkommen. Dahinter folgen Syrien (8,3 Prozent), Afghanistan (6,5 Prozent) und die Türkei (5,4 Prozent). Im Bericht ablesbar sind nur die Top-5-Nationen. Die neuen Zahlen erscheinen vor dem Hintergrund einer aktuellen Integrationsdebatte. Erst kürzlich wurde bekannt, dass in Wien rund 72 Prozent der Haushalte aus den sechs größten Flüchtlingsherkunftsländern ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten können.
Wiener Stadtregierung in der Kritik
Haushalte ohne Zuwanderung kommen in Wien zu 86 Prozent ohne staatliche Hilfe aus, in allen anderen Bundesländern sogar bis zu 93 Prozent. Als selbsterhaltungsfähig zählt, wer nur von Einkommen, Pension oder anderen Leistungen wie Arbeitslosengeld lebt. Daher werden strengere Integrationsmaßnahmen gefordert, während die Wiener Stadtregierung weiter in der Kritik steht.

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