Zwei bislang unbescholtene junge Serben – der eine 26, der andere 21 Jahre alt, wollten das schnelle Geld machen und hielten sich für besonders schlau. Da anscheinend sowohl der Mut als auch die richtigen Kontakte für einen echten Drogendeal fehlten, wollten die zwei Herren, einfach die nächstbesten Idioten ordentlich über den Tisch ziehen. Doch in dem Fall, waren sie selber die vermeintlichen Idioten. Sie wollten Drogenkonsumenten Kartoffelpüree Pulver als Kokain verkaufen, doch die Käufer waren Beamte. Beide Serben müssen am Mittwoch (6. Mai) am Landesgericht in einem durchaus ungewöhnlichen Betrugsprozess vor Richter Peter Egger auf der Anklagebank Platz nehmen. Dem Strafantrag zufolge wollten sie Käufern Kartoffelpüree-Pulver als Kokain „andrehen“.
Dumm gelaufen
Am 12. Februar dieses Jahres trafen sie sich mit zwei potenziellen Käufern von – vermeintlich – einem Kilo Kokain auf einem Parkplatz eines Supermarktes in Wals. Tatsächlich entpuppten sich die beiden Käufer als ein verdeckter Ermittler sowie als ein V-Mann der Polizei. Den beiden jungen Serben wird konkret versuchter schwerer Betrug angelastet, einem von ihnen auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz, weil er eine Gaspistole dabei hatte. Im Fall einer Verurteilung droht dem Duo, das auf freiem Fuß ist, maximal drei Jahre Haft.
Echtes Koks, geringeres Strafmaß?
Bei einer Festnahme mit einem echten Kilo Kokain, wäre die Straflage eine ganz andere gewesen. Da die Herrschaften nicht vorbestraft sind, wenn sie geständig wären und eine Therapie beantragt hätten, würden sie wahrscheinlich sogar mit 14 Monaten Haft und einer Fußfessel davonkommen, und lediglich die Zeit der U-Haft im Gefängnis verbringen.

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