Ein Auto ist in der Innenstadt von Leipzig offenbar in eine Menschengruppe gefahren. Laut der Leipziger Feuerwehr soll es insgesamt zwei Toten, zwei weitere Schwerverletzte und insgesamt 20 Betroffene geben. Das sagte der Leipziger Branddirektors Axel Schuh.

„Zwei Personen sind schwer verletzt, sie wurden unmittelbar von Ersthelfern versorgt und dann vom Rettungsdienst aufgenommen und in die Notaufnahmen transportiert“, sagte Schuh laut der Leipziger Volkszeitung. Und weiter: „Wir haben darüber hinaus 20 Betroffene.“ Laut dem Branddirektor seien rund 40 Feuerwehrkräfte und 40 Rettungskräfte im Einsatz, darüber hinaus zwei Hubschrauber.

Nach übereinstimmenden Berichten soll ein beschädigter VW-SUV vom Augustusplatz über die Grimmaische Straße durch die Fußgängerzone in Richtung Thomaskirchhof gefahren sein. So meldet es die lokale Mitteldeutsche Zeitung.

Mindestens zwei Menschen sind getötet worden. Das hat Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Tatort bestätigt. Jung spricht auch von einem Täter, der gefasst sei. Jung zufolge gibt es keine Gefährdungslage mehr.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkard Jung (SPD) zeigt sich am Tatort erschüttert: „Man denkt immer, man möchte die Stadt offen und lebendig halten und dann erfährt man, dass das jemand – aus welchen Gründen auch immer, das wissen wir noch nicht – schamlos diese Situation ausnutzt und mit dem Auto in die Fußgängerzone fährt.“

Lädt...

Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz
Zahlreiche Rettungskräfte sind im Einsatz
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD)
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD)
Lädt...

Videos zeigen abgedeckte Opfer des Amok-Fahrers

Augenzeugen berichten davon, dass der Amok-Fahrer mit geschätzt 80 Kilometern pro Stunde durch die Leipziger Innenstadt gerast sei. Eine Frau soll sich an der Motorhaube festgehalten haben. Heftige Demolierungen an der Motorhaube des Tatfahrzeuges deutet auf eine hohe Geschwindigkeit hin. Videos und Fotos zeigen blaue Säcke, die offenbar verstorbene Opfer abedecken.

Das Auto ist vom Augustusplatz durch die Grimmaische Straße entlang des Markts bis zur Thomasgasse gefahren. Dabei soll der Amok-Fahrer 500 Meter durch die Innenstadt zurückgelegt haben. Bei dem Amok-Fahrzeug soll es sich um einen weiß-grauen Volkswagen Taigo handeln, ein SUV.

Am Tatort waren es Passanten, die als Ersthelfen versucht hatten, die Verletzten zu versorgen.

Lädt...

Notversorgungsstelle im Gewandhaus Leipzig

Im Gewandhaus Leipzig ist eine Notversorgungsstelle eingerichtet worden. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Dort werden Betroffene erstversorgt, die keine schweren äußerlichen Verletzungen haben. Das Kriseninterventionsteam betreut dort Menschen, die nicht stationär behandelt werden müssen. Das erklärte eine Mitarbeiterin des DRK vor Ort gegenüber der Zeitung.

Ministerpräsident Kretschmer: "Amokfahrt"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ging bei dem tragischen Geschehen in Leipzig von einer mutmaßlichen “Amokfahrt” aus. “Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen”, sagte Kretschmer. “Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.” Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. “Sachsen hält zusammen.”Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner Portal NiUS erschienen.