Die Sitzpläne sprechen eine deutliche Sprache: Im Cineplexx „Village Cinema Wien Mitte“ wurden für die Doku „Wahlkampf“ (Stand 15:25 Uhr) am heutigen Dienstag bislang gerade einmal zwei Tickets verkauft bzw. reserviert. Große Teile des Saals bleiben leer.

Parallel dazu läuft seit heute im selben Kino der Anime-Film „Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt – Der Film: Tränen des azurblauen Meeres“. Für diese Vorstellung sind bereits 26 Plätze vergeben – also mehr als zehnmal so viele wie für die Babler-Doku. (Anm. d. Red.: Das Village Cinema ist derzeit das einzige Kino, das beide Filme zeigt. Der Vergleich ist zudem bewusst gewählt, da auch der Anime – genau wie die Babler-Dokumentation – in der breiten Masse als Nischenfilm gilt.)

Babler-Film bereits zum Start gefloppt

Der schwache Zuspruch für die Babler-Dokumentation kommt nicht überraschend. Schon kurz nach dem Start zeigte sich, dass das Interesse gering bleibt: In Wiens Kinos waren vielfach nur vereinzelte Plätze gebucht, ganze Reihen blieben frei.

Dabei wurde der Film, der Babler durch den Nationalratswahlkampf begleitet, mit rund 553.000 Euro aus öffentlichen Mitteln finanziert (exxpress berichtete ausführlich). Die Summe setzt sich aus mehreren Förderungen zusammen – unter anderem vom Österreichischen Filminstitut, dem Filmfonds Wien sowie einem zusätzlichen Beitrag des Landes Niederösterreich.

„Meine Wiedergeburt als Schleim in einer anderen Welt“ ist ein beliebter Fantasy-Isekai-Anime: Ein 37-jähriger Mann wird nach seinem Tod in einer magischen Welt als Schleim wiedergeboren. Als Rimuru Tempest verfügt er jedoch über außergewöhnliche Fähigkeiten, mit denen er schnell an Macht gewinnt. Gemeinsam mit Verbündeten wie dem Drachen Veldora verfolgt er das Ziel, ein eigenes Reich aufzubauen, in dem verschiedene Völker friedlich zusammenleben. Der Anime verbindet dabei Fantasy, Abenteuer, Action und Humor mit Elementen des Weltaufbaus.

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