Es war eine schauderhafte Bluttat, die Österreich 2024 erschütterte. Ein 45-Jähriger erschlug einen jungen Burschen in Wien-Favoriten mit einer Axt. Der damals 16-Jährige sei zuvor via Social Media an den Mann vermittelt worden, der regelmäßig für Sex und gemeinsame Wochenenden gezahlt haben soll.

„Da liegt ein Zerfleischter in meiner Wohnung“

Der 45-Jährige hätte sich im Laufe der Zeit in den Teenager verliebt, es soll aber keine Gefühlserwiderung gegeben haben. Das bezahlte der 16-Jährige mit seinem Leben. Ganze 50 Mal soll der Abgewiesene mit einer Axt zugeschlagen haben. Das Horror-Geständnis lautete damals: „Da liegt ein Zerfleischter in meiner Wohnung.“

Erst Lebensbeichte, dann Selbstmord

Im Juni kassierte der Mann im Wiener Landesgericht lebenslang – dann nahm er sich im Gefängnis das Leben. Zuvor hatte er aber eine Beichte abgelegt, die laut Krone schwer verdaulich ist: Denn im Zuge seiner Einvernahme gab der Mann an, sein Opfer wäre Bulgare gewesen und habe bereits als Minderjähriger in einem Lokal in Wien-Margareten sexuelle Dienstleistungen anbieten müssen. Laut ihm sollen dort auch weitere minderjährige Burschen – darunter ein 12-Jähriger – an Freier vermittelt worden sein.

Erst Lebensbeichte, dann Selbstmord

Daraufhin schaltete sich die Staatsanwaltschaft ein. Ermittelt wird nun gegen insgesamt 15 Beschuldigte. Im Zentrum der Untersuchungen stehen unter anderem der Betreiber des so genannten „Boyscafés”, sowie ein Mitarbeiter. Die Vorwürfe umfassen Menschenhandel, Förderung der Prostitution und auch in einigen Fällen Pädophilie. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es mindestens 15 mutmaßliche Opfer gegeben haben, darunter auch der später getötete Jugendliche. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.