HiPP hatte am Freitagabend alle Babykostgläschen zurückgerufen, die bei Spar Österreich verkauft wurden. Auslöser war der Verdacht, dass zumindest einzelne Gläser manipuliert und mit einem gefährlichen Stoff versetzt wurden.

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Fund im Burgenland

Am Samstag wurde in Schützen am Gebirge ein verdächtiges Gläschen gemeldet und sichergestellt. Es wurde nicht konsumiert. Eine Analyse ergab: positiv auf Rattengift. Damit ist erstmals klar, dass es sich nicht nur um einen Verdacht handelt.

Erpressung im Hintergrund

Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte ein Erpresser hinter der Tat stecken. Ein entsprechender Brief soll bei HiPP eingegangen sein. Die Spur führt nach Eisenstadt, weitere Hinweise gibt es aus Tschechien und der Slowakei. Auch in Deutschland wird ermittelt.

So wirkt das Gift

Im Fokus steht ein Wirkstoff wie Bromadiolon, ein klassisches Rattengift. Es verhindert die Blutgerinnung. Besonders tückisch: Symptome treten oft erst nach Tagen auf – etwa Blutungen, Schwäche oder auffällige blaue Flecken.

Warnung an Eltern

Behörden raten dringend: Keine HiPP-Gläser konsumieren, wenn sie bei Spar oder Maximarkt gekauft wurden. Produkte sollen zurückgebracht werden – auch ohne Kassabon. Bei Symptomen sofort zum Arzt. Wichtig: Immer angeben, dass das Kind möglicherweise betroffen ist.

Rückruf „vorsorglich“ – Kritik wächst

HiPP spricht weiterhin von einem vorsorglichen Rückruf. Ohne Beschwerden bestehe kein Grund zur Sorge. Gleichzeitig wächst die Kritik: Verbraucherschützer fordern mehr Transparenz in einer Situation, die viele Eltern verunsichert.

Viele Fragen offen

Wie viele Gläser manipuliert wurden, ist unklar. Auch ein Verdächtiger fehlt bislang. Klar ist nur: Aus einem Rückruf ist ein handfester Kriminalfall geworden – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen.