Wer heuer im Sommer in Wien unterwegs ist, braucht Geduld – und viel Vorlaufzeit. Der ÖAMTC warnt vor erheblichen Verkehrseinschränkungen, die diesmal nicht nur Autofahrer, sondern auch Öffi-Nutzer voll treffen werden.
Der Grund für die Baustellen-Häufung liegt auf der Hand: Im Sommer sind laut ÖAMTC rund 20 Prozent weniger Fahrgäste und etwa 25 Prozent weniger Kfz-Verkehr in der Stadt unterwegs. Genau deshalb wird jetzt gebaut. Der Haken: In den ersten Juliwochen und den letzten Augustwochen sind trotzdem noch viele auf den Straßen – Staus sind damit programmiert.
Besonders schmerzhaft für Pendler: Die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Floridsdorf und Praterstern wird gesperrt, die U3 zwischen Hütteldorfer Straße und Westbahnhof sowie die U4 zwischen Schwedenplatz und Landstraße werden eingestellt. Längere Fahrzeiten sind damit unvermeidbar.
Sieben Bim-Linien betroffen: Chaos in Alsergrund, Währing und Döbling
Zum echten Nadelöhr wird laut ÖAMTC ab Mitte Juli der Kreuzungsbereich Währinger Straße/Alser Straße/Nußdorfer Straße. Gleich sieben Straßenbahnlinien (5, 12, 37, 38, 40, 41 und 42) werden umgeleitet oder eingestellt. Auch für Autofahrer werden die Verbindungen Währing–Innenstadt und Alsergrund–Josefstadt „sehr unangenehm”, wie es beim Mobilitätsclub heißt.
Da viele Währinger über Döbling ausweichen dürften – etwa über Billrothstraße, Döblinger Hauptstraße oder Barawitzkagasse –, hält der ÖAMTC tägliche Staus für unvermeidbar.
Nußdorf–Klosterneuburg nur noch einstreifig
Und noch eine Engstelle kommt dazu: Wegen Arbeiten an der Hochstraße wird die Heiligenstädter Straße zwischen Nußdorf und dem Brückenende ab Anfang Juli zeitweise nur einstreifig befahrbar sein. Der ÖAMTC rechnet dort mit teils langen Verzögerungen.
Der Rat der Experten fällt eindeutig aus: Wer im Sommer in Wien wichtige Termine hat, sollte seine Fahrten genau im Voraus planen.

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