Alarmiert wurden die Einsatzkräfte, nachdem sich der Urlauber nach einer geplanten Überschreitung des Pyhrgas-Massivs nicht mehr gemeldet hatte. Aufgrund der ausbleibenden Rückmeldung wurde rasch ein Unglück befürchtet.

An der Suchaktion beteiligten sich zahlreiche Kräfte der Bergrettung, Polizei, Feuerwehr sowie mehrere Suchhunde. Zusätzlich kamen eine Drohne, ein Rettungshubschrauber und ein Polizeihubschrauber zum Einsatz, um das weitläufige und schwer zugängliche Gelände abzusuchen.

Tragische Entdeckung aus der Luft

Schließlich wurde der Vermisste vom Hubschrauber aus entdeckt. Für den jungen Deutschen kam jedoch jede Hilfe zu spät, berichtet die Kronen Zeitung.

Nach ersten Erkenntnissen war der Bergsteiger am Südostgrat zwischen dem Kleinen und dem Großen Pyhrgas abgestürzt und dabei rund 300 bis 400 Meter in die Tiefe gefallen. Da er alleine unterwegs war, blieb das Unglück zunächst unbemerkt. Wie es zu dem tödlichen Absturz kam, lässt sich nach Angaben der Einsatzkräfte nicht mehr eindeutig feststellen. Möglich sei sowohl ein Ausrutschen auf feuchtem Untergrund als auch ein ausbrechender Stein.

Der Verunglückte galt als gut ausgerüstet und bergsteigerisch erfahren. Mehrere Hütten- und Gipfelbücher in der Region zeugten von seinen Touren in den Tagen vor dem Unfall.

Anspruchsvolle Route mit Risiken

Die Überschreitung vom Kleinen zum Großen Pyhrgas erfreut sich unter Bergsportlern zunehmender Beliebtheit. Gleichzeitig handelt es sich um eine anspruchsvolle Tour, die alpine Erfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt.

Auf mehreren Abschnitten sind Kletterpassagen im zweiten bis dritten Schwierigkeitsgrad zu bewältigen. Zudem führt die Route über ausgesetzte Grate, auf denen bereits kleine Fehler schwerwiegende Folgen haben können. Nach dem tragischen Unfall erinnern die Bergretter daran, die Schwierigkeiten solcher Touren nicht zu unterschätzen. Besonders nach Regenfällen können nasse Felsen und rutschige Passagen die Gefahr deutlich erhöhen.

Die Pyhrgas-Überschreitung zählt zu den eindrucksvollsten, aber auch anspruchsvolleren Bergtouren der Region. Immer wieder kommt es dort zu schweren Unfällen – manche davon enden, wie im aktuellen Fall, tödlich.

Der tödliche Absturz des jungen Urlaubers zeigt einmal mehr, dass selbst erfahrene und gut ausgerüstete Bergsteiger in alpinem Gelände vor unvorhersehbaren Gefahren nicht gefeit sind.