Es gibt neues Geld vom Staat – zumindest für jene, die ihren Stromverbrauch smart steuern wollen. Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat den Startschuss für ein neues Förderprogramm des Klima- und Energiefonds gegeben. Private Haushalte können dabei bis zu 600 Euro abholen, Betriebe und Gemeinden bis zu 20.000 Euro.
Insgesamt liegen 4,9 Millionen Euro im Topf, bereitgestellt aus Mitteln des Wirtschafts-, Energie- und Tourismusministeriums. Gefördert werden automatische Energiemanagementsysteme – also Technik, die Erzeugung, Verbrauch und Speicherung von Strom aufeinander abstimmt. Konkret heißt das: Der Sonnenstrom vom eigenen Dach fließt genau dann in Wärmepumpe, Batteriespeicher oder E-Auto, wenn er tatsächlich anfällt.
„Erneuerbarer Strom soll bestmöglich dann genutzt werden, wenn er erzeugt wird"
Für den Minister ist die Rechnung einfach: Wer klüger verbraucht, entlastet nicht nur die eigene Stromrechnung, sondern auch die überlasteten Netze. „Die Energiewende darf nicht zu höheren Kosten und überlasteten Netzen führen – sie muss intelligent gesteuert werden”, so Hattmannsdorfer. Und weiter: „Erneuerbarer Strom soll bestmöglich dann genutzt werden, wenn er erzeugt wird. Genau hier setzt dieses Förderprogramm an: Wir unterstützen Haushalte, Gemeinden und Betriebe dabei, ihren Energieverbrauch flexibler und effizienter zu steuern.”
Was Haushalte konkret bekommen
Für Privatpersonen gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent der Kosten für Anschaffung und Installation – gedeckelt bei 600 Euro pro Projekt. Bedingung: Das System muss zumindest zwei Komponenten steuern und den Stromverbrauch mindestens fünf Jahre lang flexibel an Preise, Angebot oder Netzanforderungen anpassen.
Betriebe, Gemeinden, Vereine und andere Organisationen kommen deutlich besser weg. Sie erhalten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 Prozent der Kosten, maximal 20.000 Euro pro Standort – gefördert werden Planung, Beratung, Installation und Inbetriebnahme. Voraussetzung ist ein Netzanschluss im Niederspannungsbereich.
First come, first served
Wer profitieren will, sollte sich beeilen: Anträge lassen sich ab sofort online einreichen – und zwar so lange, bis die 4,9 Millionen Euro aufgebraucht sind. Spätestens ist am 15. April 2027 Schluss. Bei einem derart überschaubaren Topf dürfte das Geld je nach Andrang schneller weg sein als gedacht.
Rückendeckung kommt vom Fonds selbst. „Die Energiewende braucht nicht nur mehr erneuerbare Energie, sondern auch intelligente Systeme, die Erzeugung, Speicherung und Verbrauch optimal aufeinander abstimmen”, betont Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. Man wolle Lösungen unterstützen, „die erneuerbare Energien besser integrieren und den Weg zu einem klimaneutralen Energiesystem bis 2040 ebnen”.

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