Das Unternehmen wies die regionalen Versorger am Freitag an, die Belieferung von Kunden zu reduzieren, die sich für Notfälle vertraglich zu Einsparungen verpflichtet haben, teilte PJM mit.

Grund für den Engpass seien Kraftwerksausfälle, schwer überlastete Übertragungsleitungen und der stark gestiegene Einsatz von Klimaanlagen. Der Netzbetreiber versorgt rund 67 Millionen Menschen an der Ostküste, in den Südstaaten und im Großraum Washington.

Die angespannte Lage treibt auch die Kosten in die Höhe: Im Norden des Bundesstaates Virginia, wo sich die weltweit größte Dichte an Rechenzentren befindet, schoss der Großhandelspreis für Strom in dieser Woche auf über 2.000 Dollar pro Megawattstunde nach oben. Außerhalb von Krisenzeiten liegt er bei etwa 40 Dollar. Analysten und PJM-Daten zufolge ist der Preisanstieg vor allem auf die hohen Kosten für die Stromübertragung durch die überlasteten Hochspannungsleitungen zurückzuführen.