Im Innenministerium ging am Montag plötzlich nichts mehr: Ein Blackout legte das Amtsgebäude in der Hinteren Zollamtsstraße in Wien lahm – und sorgte dafür, dass die Bediensteten das Haus vorübergehend weder betreten noch verlassen konnten. Das berichtet die „Kronen Zeitung”.

Betroffen ist ausgerechnet jenes Gebäude, in das derzeit rund 600 Mitarbeiter vom bisherigen Standort am Minoritenplatz übersiedeln. „Neuer Standort, neue Chancen”, hatte das Ministerium den Umzug im Vorjahr intern beworben. Nun gingen dort erst einmal die Lichter aus.

Kein Kontakt zum Ministerium

Was den Stromausfall ausgelöst hat, ist noch unklar. Aufgrund der geltenden Brandschutzbestimmungen wurde das Gebäude vorübergehend vollständig abgeriegelt – niemand durfte mehr rein oder raus. Skurriles Detail am Rande: Auch der Telefondienst fiel aus. Anfragen an das Ministerium musste zwischenzeitlich die Landespolizeidirektion Wien übernehmen.

„ÖVP hat gar nichts mehr im Griff"

Politische Kritik ließ nicht lange auf sich warten. „Die ÖVP hat gar nichts mehr im Griff. Dieser Vorfall ist symptomatisch für die Sicherheit in Österreich unter Innenminister Karner”, polterte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz gegenüber der „Krone”.

Im ÖVP-geführten Innenministerium war man indes um Beruhigung bemüht: „Techniker arbeiten mit Hochdruck an der Behebung des Stromausfalls.”