Bei der Schießerei war der 32-jährige montenegrinische Staatsbürger Vladimir R. nach dem Verlassen eines Lokals am Lugeck regelrecht hingerichtet worden. Sein 23-jähriger Begleiter wurde ebenfalls von mehreren Projekten getroffen und lebensgefährlich verletzt. An einem Freitagnachmittag am 21. Dezember 2018, als rund ums Lugeck die Menschenmengen im Weihnachtsfieber lagen. Neben mehreren Festnahmen begann sofort die fieberhafte Suche nach dem Schützen.
Polizei schlug zu: Festnahme nach sieben Jahren
Am Montag (11. Mai) wurde nun der 33-jährige montenegrinische Staatsbürger Mili B. in Rimini an der italienischen Adriaküste von italienischen Sicherheitsbehörden festgenommen. Die Festnahme erfolgte aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Wien erwirkten Europäischen Haftbefehls sowie einer internationalen Festnahmeanordnung wegen des Verdachts des Verbrechens des Mordes sowie versuchten Mordes, informierte das Bundeskriminalamt. „Ein bedeutender Erfolg im Kampf gegen die organisierte Kriminalität“, betonte Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes, in Bezug auf die internationale Zusammenarbeit der Behörden.
Clanfehden und Mordanschläge
Der dem sogenannten „Skaljari-Clan” zugerechnete Mili B. steht im Verdacht, 2018 gemeinsam mit weiteren Mittätern den damals 32-jährigen montenegrinischen Staatsangehörigen Vladimir R. durch mehrere Schüsse auf offener Straße getötet zu haben. Der 23-jährige Begleiter wurde durch mehrere Schüsse lebensgefährlich verletzt. Dieser soll ein Sohn des einstigen Bosses der montenegrinischen Mafia in der Vojvodina-Hauptstadt Novi Sad sein. Sein Vater und ein älterer Bruder sind bei Mordanschlägen 1999 in Novi Sad bzw. 2015 in Belgrad ums Leben gekommen.
Kokain-Diebstahl als Auslöser einer blutigen Vendetta
Das in Wien getötete Opfer wird dem sogenannten „Kavac-Clan” zugerechnet. Die Tat wird den seit Jahren andauernden gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den montenegrinischen Clanstrukturen „Kavac” und „Skaljari” zugeordnet. Die eine Bande soll der anderen Ende 2014 rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert war. Blutige Abrechnungen, zuerst in Valencia, danach in Montenegro und in Serbien waren die Folge. Dutzende Personen sind seither eines gewaltsamen Todes gestorben.

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