Kurz nach 13 Uhr ging beim Flughafen Innsbruck eine E-Mail mit einer Bombendrohung ein. Nach Angaben der Polizei wurde die Nachricht nicht ausschließlich an den Flughafen verschickt, sondern auch an weitere Empfänger. Wer hinter der Drohung steckt, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Aus Sicherheitsgründen reagierten die Behörden umgehend. Der Flughafen wurde abgesperrt und der Flugbetrieb für rund zwei Stunden vollständig eingestellt. Passagieren war in dieser Zeit der Zutritt zum Terminal untersagt.

Spezialkräfte durchsuchen das Gelände

Nach Eingang der Drohung rückten zahlreiche Einsatzkräfte zum Flughafen aus. Unterstützt wurden sie unter anderem von Bombenspürhunden, die das gesamte Gebäude sorgfältig kontrollierten.

Erst gegen 15 Uhr konnten die Behörden Entwarnung geben. Die umfangreichen Durchsuchungen verliefen ohne Befund, sodass das Terminal wieder freigegeben und der reguläre Betrieb schrittweise aufgenommen werden konnte.

Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich bei der E-Mail um eine Massenmail, die an mehrere Empfänger verschickt worden war.

Flugverkehr nur teilweise beeinträchtigt

Von der vorübergehenden Sperre war vor allem ein Flug aus Amsterdam betroffen, der mit Verspätung in Innsbruck eintraf. Weitere Flugverbindungen blieben nach bisherigen Informationen weitgehend unbeeinträchtigt.

Auch der öffentliche Nahverkehr musste kurzfristig angepasst werden. Die Buslinie F der Innsbrucker Verkehrsbetriebe konnte den Flughafen während des Polizeieinsatzes nicht anfahren und wurde vorübergehend umgeleitet.

Auch Flughafen Bozen betroffen

Nicht nur in Tirol sorgte die Drohmail für einen Großeinsatz. Auch am Flughafen Bozen wurde Alarm ausgelöst. Dort wurde das Flughafengelände vorsorglich geräumt und der Flugbetrieb für rund eineinhalb Stunden ausgesetzt. Wie in Innsbruck überprüften Einsatzkräfte das gesamte Areal.

Nachdem keine verdächtigen Gegenstände gefunden wurden, konnten auch dort Entwarnung gegeben und der reguläre Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Wer die E-Mail verschickt hat und ob beide Flughäfen gezielt oder im Rahmen einer größeren Massenversendung angeschrieben wurden, ist derzeit noch unklar.