Auslöser der neuen Ermittlungsrunde war ein nächtlicher Angriff auf die Kenton United Synagoge im Norden der britischen Hauptstadt. Ein Brandanschlag beschädigte dort eine Fensterscheibe und einen Raum innerhalb des Gebäudes. Die Tat reiht sich in eine Serie ähnlicher Vorfälle der vergangenen Wochen ein.

Mehrere Fälle bereits registriert

Vertreter der Polizei erklärten, dass sich mehrere Vorfälle ähneln und gezielt jüdische sowie israelnahe Einrichtungen betreffen. In einigen Fällen bekannten sich bislang unbekannte Gruppen über Onlinekanäle zu den Angriffen. Diese traten offenbar erstmals vor kurzer Zeit in Erscheinung und verbreiteten ihre Botschaften über verschlüsselte Plattformen.

Sicherheitsbehörden prüfen nun, ob dahinter ein koordiniertes System steckt, bei dem Täter für Geld angeworben werden, ohne selbst ideologisch gebunden zu sein.

Polizei verstärkt Präsenz

Die Brandattacke gegen die Kenton United Synagoge steht nicht isoliert da. Bereits zuvor wurden jüdische Rettungsfahrzeuge in Brand gesetzt, zudem gab es versuchte Angriffe auf Synagogen und weitere Einrichtungen in der Stadt. Die Ermittler sehen ein Muster, das sich über mehrere Wochen erstreckt. Die Polizei hat ihre Präsenz massiv verstärkt und zusätzliche Streifen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt.