Die paneuropäische Kommission übergab ihren Bericht, über den zunächst der Spiegel berichtete, am Sonntag der WHO – pünktlich zur jährlichen Weltgesundheitsversammlung am Montag.

„Die WHO muss der Bekämpfung der Klimakrise mehr Aufmerksamkeit widmen. Abwarten im Verlauf der Katastrophe macht keinen Sinn”, sagte der deutsche Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach, der der Kommission angehört. Jährlich sorgten die Folgen der Verbrennung fossiler Brennstoffe in Europa für 600.000 Todesfälle, dazu kämen 60.000 Hitzetote. „Es wird Zeit, dass wir erkennen, dass wir es mit einem medizinischen Notfall zu tun haben.”

Die Experten fordern unter anderem einen WHO-Klima-Informations-Hub mit Faktenchecks sowie bessere Ausbildung von Gesundheitsberufen im Bereich Klimaanpassung. Regierungen sollen die Klimakrise in ihrer nationalen Sicherheits- und Gesundheitspolitik verankern. Geleitet wird die Kommission von der ehemaligen isländischen Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir.