Die ehrwürdige Universität Oxford gilt als eine der besten der Welt. Hier wurden Premierminister geformt, Nobelpreisträger ausgebildet, Theorien über das Wesen des Universums entwickelt.

Matt Rattley, 42, ist Biochemie-Dozent am St. Hilda’s College – einem historischen Frauencollege der Universität Oxford. Er trägt Vollbart. Er trägt Kleider. Und er trägt eine Silikonprothese, die laut Amazon-Beschreibung für „Crossdresser und Dragqueens” gedacht ist – im Format XXL, mit allem was dazugehört.

Rattley selbst hat die Fotos und Videos auf LinkedIn und YouTube hochgeladen. Freiwillig. Mit vollem Namen. Im Labor. Beim Unterrichten. Bei gesellschaftlichen Veranstaltungen. Man muss ihm eines lassen: Konsequenz.

Das ist das offizielle LinkedIn Profil des Lehrenden.
Das ist das offizielle LinkedIn Profil des Lehrenden.

Viral ging der Fall, als ein Gender-kritischer Account auf X die Bilder teilte – und plötzlich hatte halb Twitter eine Meinung zu Rattleys Oberweite. Die andere Hälfte hatte ebenfalls eine Meinung, nur eine andere.

Oxford selbst? Schweigt. Mehrere internationale Medien berichten, dass weder die Universität noch das St. Hilda’s College bis dato eine Stellungnahme abgegeben haben – obwohl der Fall seit Tagen in britischen und internationalen Medien kursiert.

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich als Experten bezeichnen würde.” – Matt Rattley, auf YouTube über seine fachliche Expertise. Seine Prothesen wirken da deutlich selbstbewusster.

Kollegen scheinen gespalten. Prof. Michael Biggs – Professor für Soziologie an der Universität Oxford– wird im Meinungsmagazin

Spiked

mit den Worten zitiert, es gebe einen starken Fall dafür, dass Rattley ein „erniedrigendes und beleidigendes Umfeld” für Studentinnen schaffe.

Politikphilosoph Adrian Hilton hingegen schrieb auf X, er habe kein Problem damit, dass Rattley an Oxford lehre – Dozenten würden für ihren Intellekt engagiert, nicht ihr Aussehen.

Pikant: Laut demselben Spiked-Artikel wurde Oxford-Wissenschaftler Dr. Ace North von der Personalabteilung wegen „hassvoll” eingestufter Aussagen zur Gender-Ideologie gerügt – während Rattleys Attrappe kommentarlos toleriert werden. Oxford hat diesen Vorwurf des Doppelstandards nicht kommentiert.