Vor seiner Tat lud der mutmaßliche Amokläufer Fotos seiner Waffe bei ChatGPT hoch – und die KI antwortete mit konkreten Hinweisen zur Handhabung der Glock-Pistole. Unter anderem wies der Chatbot darauf hin, dass die Waffe über keine Sicherung verfüge und man erst den Abzug berühren solle, wenn man schussbereit sei. Noch brisanter: ChatGPT soll dem Täter auch erklärt haben, dass die Öffentlichkeitswirksamkeit seiner Tat größer sei, „wenn Kinder beteiligt sind” – und dass „selbst zwei oder drei Opfer mehr Aufmerksamkeit erregen” könnten. Die Witwe eines der Opfer hat nun in Florida Klage gegen OpenAI eingereicht.
OpenAI weist Mitverantwortung zurück
Der Chatbot habe lediglich „sachliche Antworten auf Fragen gegeben, deren Informationen in zahlreichen öffentlichen Internetquellen zu finden waren”, sagte ein OpenAI-Sprecher dem US-Sender NBC. „Die Massenerschießung an der Florida State University war eine Tragödie, aber ChatGPT ist nicht für dieses schreckliche Verbrechen verantwortlich.” Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter soll im Oktober beginnen – die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, die Todesstrafe zu fordern.

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