Die jüngsten Anschläge ereigneten sich demnach in den Bezirken Ancuabe und Chiure. Dabei sollen über 60 Menschen getötet und mindestens 4.200 Personen zur Flucht gezwungen worden sein. Die Zahl der Binnenvertriebenen in Mosambik ist nach UN-Angaben auf weit über 900 000 Menschen angestiegen. Während die Gruppe der Christen aktuell zu der meistverfolgten Religion gehört, bleiben die westlichen Medien Großteils stumm. Massaker an der christlichen Minderheit gehören ebenso zum Alltag, wie Vertreibung und Brandanschläge.
Islamisten im Vormarsch
Die meisten Bewohner von Mosambik waren seit jeher Christen. Eine Ausnahme war der Norden, wo Muslime in der Mehrheit sind. Doch in den letzten 5 Jahren hat sich die Anzahl der Moslems vervierfacht, während die Anzahl der Christen massiv abnimmt.
Islamische Milizen sind außer Kontrolle
Die jüngsten Anschläge sollen nach Angaben der Projektpartner von KIRCHE IN NOT auf das Konto einer Terrorgruppe gehen, die sich als „Provinz Mosambik des Islamischen Staates“ bezeichnet. Milizen verbreiten seit 2017 im Norden Mosambiks Angst und Schrecken. Während sie in den vorhergehenden Jahren groß angelegte Offensiven in der Provinz Cabo Delgado starteten, scheinen sie nun ihre Strategie geändert zu haben: Die Attacken richten sich nun gegen kleinere Siedlungen und Dörfer, die weitgehend schutzlos sind. Die Islamistischen Terrorgruppen, gehen mit einer unglaublichen Brutalität vor, auch gegen Frauen und Kinder.

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