Dr. Bernhard Steinberger (57), Geophysiker am Geoforschungszentrum in Potsdam, und Experte für die Bildung von Super-Kontinenten, erläutert im Gespräch mit der Bild, wie und ob sich die Erde weiter verändert.
„Dieses Auseinanderdriften der Kontinente können wir heute noch beobachten. Folge sind die Entstehung von Vulkanen und schweren Erdbeben. Aber zeitgleich stoßen an einigen Punkten des Planeten auch Landmassen wieder aufeinander. So rückt Australien mit Indonesien zusammen, und der indische Subkontinent stößt mit Asien zusammen. Auch das sorgt für Natur-Katastrophen.“Weiters berichtet Steinberger, die Kontinente seien in ständiger Bewegung. „Ursachen sind geologische Vorgänge in unserem tiefem Erdinnern. Ozeanböden und die verschiedenen Erdplatten bewegen sich.“ Zudem ist er sich sicher, dass es in rund 200 Millionen Jahren einen neuen Super-Kontinent geben wird. Die Kontinente sind, so der Forscher, einer Art Zyklus unterworfen. So kann man davon ausgehen, dass es bereits vor Pangäa andere Superkontinente gegeben hat. Bloß ihr Aussehen bleibt Spekulation.
Der nächste Superkontinent: Die Erde ist im permanenten Wandel
Unser Planet ist im Wandel. Nicht erst jetzt, sondern seit eh und je. Gab es vor rund 200 Millionen Jahren bereits den riesigen Superkontinent, Pangäa, der Urkontinent – umgeben von Wasser. Im Laufe von Millionen Jahren zerbrach Pangäa und die heutigen Kontinente Nord- und Südamerika, Asien, Afrika, Europa, Australien und der Antarktis bildeten sich heraus.
Elisabeth Hechenleitner / news•
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