Einer aktuellen Auswertung des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge essen deutsche Verbraucher wieder mehr Fleisch- und Wurstwaren, vor allem Geflügelfleisch. Dabei gilt der verstärkte Fleischkonsum besonders für die Millennials und die Generation Z (zwischen 1995 und 2012 geboren).

Während der Fleischverzehr bei älteren Menschen zurückgeht, steigt er bei jüngeren so sehr an, dass er sogar das Gesamtniveau erhöht, berichtet die Wirtschaftswoche. Besonders die Millennials – also die Generation, die zwischen 1981 und 1995 geboren wurde – tragen dazu bei. Ihr Pro-Kopf-Fleischkonsum hat sich von Januar bis September 2024 der YouGov-Analyse nach um 19,4 Prozent zum Vorjahr erhöht. Die Branche spricht von einer Trendwende.

Insgesamt haben Verbraucher in Deutschland im letzten Jahr 1,7 Prozent mehr Schweine-, Rind-, und Putenfleisch als im Vorjahreszeitraum gekauft. Vor allem preisgünstiges Geflügelfleisch habe für den Anstieg gesorgt.

Ziel ist wenig Fett und hoher Proteingehalt

Das passe sehr gut zum aktuellen Proteinhype bei jungen Menschen, bei denen Körperbild und Muskeln angesagt sind. Der Trend zu einer schnellen und proteinreichen Ernährung lässt sich in den sozialen Medien beobachten: Hier tauchen zahlreiche Rezepte zum „Kurzgebratenem“ und Fitness-Influencerinnen und Food-Blogger auf, die in ihren Videos gezielt auf den geringen Fettanteil und hohen Proteingehalt von Hühnchenfleisch hinweisen.

Kulturwissenschaftler sprechen inzwischen von einer konservativen Wende auch in der Küche. Dafür sprechen auch andere Fakten: Das Tiefkühlunternehmen Iglo passt sein Konzept auf veränderte Speisegewohnheiten der Kunden an und setzt künftig verstärkt auf Fleisch- und Fertigprodukte in der Tiefkühlabteilung der Supermärkte – ähnlich wie es Konkurrent Frosta bereits vormacht.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.